16.09.2014, 15:27 Uhr | 0 |

Neuer Video-Streaming-Dienst Netflix startet auf dem deutschen Markt

Rund 50 Millionen Kunden hat der Video-Streaming-Dienst Netflix weltweit. Heute startet der amerikanische Marktführer auch in Deutschland und macht hier Maxdome, Watchever oder Sky Snap Konkurrenz. Netflix kooperiert hierzulande mit der Telekom und ist über deren Dienst Entertain abrufbar. Ein weiterer Partner ist Vodafone.

Online-Videothek Netflix startet in Deutschland
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Die in den USA populäre Online-Videothek Netflix startet heute auch in Deutschland. Netflix hat mit seinem Videostreaming-Abo den Fernsehmarkt in den USA aufgemischt und kommt dort mittlerweile auf 35,1 Millionen zahlende Kunden. Bestehende Konkurrenten in Deutschland sind Amazon, Maxdome oder Watchever. 

Foto: dpa/Bernd von Jutrczenka

Bislang können Kunden in 40 Ländern das Netflix-Angebot nutzen. Mit dem Start in Deutschland kommen heute insgesamt sechs europäische Länder dazu. Der Streaming-Dienst verspricht seinen Kunden ein großes Repertoire an Filmen und Serien, viele davon in der Originalfassung. Außerdem wirbt er mit eigenen Produktionen und besserer Bildqualität durch 4K-Auflösung.

Aushängeschild ist in Deutschland schon bekannt

15.000 Filme und Serien hat Netflix in seinem Repertoire, die neuen deutschen Kunden bekommen allerdings nur einen Teil davon zu sehen. Das liegt unter anderem daran, dass Netflix einige seiner Filme und Serien bereits an andere Dienste wie Sky verkauft hatte. Dazu zählt eigentlich auch das Netflix-Aushängeschild „House of Cards“. Nach Aussage von Netflix selbst gehört die erste Staffel der Serie aber dennoch zum Angebot.

Zum Start nannte der Streaming-Dienst einige Highlights: Neben den eigenproduzierten Serien „Orange Is the New Black“, „BoJack Horseman“ und „Penny Dreadful“ gehören dazu die Miniserien „Fargo“ und „From Dusk Till Dawn“.

Filme lassen sich nicht offline anschauen

Bekannt sind inzwischen auch die Preise: 7,99 Euro kostet ein SD-Stream pro Monat, für 8,99 Euro gibt es zwei HD-Streams und für 11,99 Euro HD-Streams für bis zu vier Endgeräte. Das Video-Sortiment ist in allen Abo-Paketen gleich, nur beim größten Paket gibt es die Möglichkeit, die 4K-Auflösung zu nutzen.

ARCHIV - HANDOUT - Kevin Spacey als Francis «Frank» J. Underwood und Robin Wright als seine Ehefrau Claire Underwood in einer Szene der TV-Serie «House of Cards». Foto: 2013 MRC II Distribution Company L.P. (zu dpa "Videodienst Netflix startet Programm in Deutschland" vom 16.09.2014 - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung in Zusammenhang mit der Berichterstattung über die TV-Serie und nur mit vollständiger Nennung der Quelle Foto: 2013 MRC II Distribution Company L.P.) +++(c) dpa - Bildfunk+++
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Szene aus der TV-Serie "House of Cards": Die Serie mit den Schauspielern Kevin Spavey und Robin Wright gilt als Netflix-Aushängeschild. Cards“. Die erste Staffel wird auch in Deutschland angeboten. 

Foto: Sky Atlantic HD

Und es gibt einen wesentlichen Unterschied zu anderen Diensten: Netflix-Videos werden immer nur gestreamt, sie lassen sich nicht herunterladen und offline anschauen.

Die Konkurrenz hat schon vor dem Marktstart reagiert

Die deutsche Konkurrenz fürchtet sich offenbar vor dem neuen Mitspieler und reagierte schon vor dem Marktstart. So senkte Sky Deutschland die Preise für Snap nun für Nicht-Sky-Abonnenten von 9,90 Euro auf sieben Euro pro Monat. Der Einstiegspreis wurde sogar auf monatlich vier Euro gesenkt, allerdings bekommt man dafür nur einen Stream und kann die Offline-Nutzung in der iPhone- und iPad-App nicht mehr verwenden.

Marktführer Maxdome hat sein Angebot aufgeteilt in das „Maxdome Monatspaket“ – die Flatrate, den „Maxdome Store“ – den Einzelabruf und „Maxdome Live“-Events. Außerdem hat der Dienst 80 Staffeln von US-Serien neu im Portfolio der Flatrate. Darüber hinaus gibt es eine neue „Empfehlungs-Mechanik“.

Auch Netflix hat einen Personalisierungsalgorithmus, der angeblich jedem Kunden zielgenau die zu ihm passenden Inhalte empfiehlt. Der Streaming-Dienst Watchever dagegen soll verkauft werden. Nach einem Bericht der französischen Finanz-Zeitschrift „Les Échos“ will sich der Besitzer des Dienstes, der französische Medienkonzern Vivendi nicht auf einen Wettbewerb mit Netflix einlassen. 

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Von Andrea Ziech
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