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22.11.2013, 10:52 Uhr | 0 |

Project Link Google bringt Glasfasernetze in Entwicklungsländer

Google hat die ugandische Hauptstadt Kampala jetzt mit einem Glasfasernetz von 100 Kilometern Ausdehnung ausgestattet. Damit startet der Internetdienstleister seine Initiative "Project Link", in deren Rahmen noch viele weitere Millionenstädte in Entwicklungsländern durch solche Breitbandnetze auf Basis von Glasfaserkabeln mit schnellen und zuverlässigen Internetzugängen versorgt werden sollen.

Kampala
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Kampala: Google hat die ugandische Hauptstadt mit einem Glasfasernetz von 100 Kilometern Ausdehnung ausgestattet.

Foto: Google Africa Blog

Im Rahmen seiner Internet-Initiative Project Link will der Suchmaschinenriese Google Glasfasernetze als verlässliche Breitband-Backbones in Entwicklungsländern aufbauen. Dort angebundene lokale Internet Service Provider können dann den Menschen der jeweiligen Region schnelle Internetverbindungen auch als mobile Zugänge anbieten und ihnen so endlich Chancen für Bildung und Beruf eröffnen. Auch andere Unternehmen sind dazu eingeladen, das bestehende Glasfasernetz zu erweitern.

Projektstart in Afrika

Gestartet hat Google sein Projekt in Afrika, weil dort über eine Milliarde Menschen leben, von denen nur 16 Prozent einen Zugang zum Internet haben. Sie seien von frischen Nachrichten abgeschnitten, könnten nicht an der Weltwirtschaft teilnehmen oder Fotos und Videos erstellen und verbreiten, schreibt Google-Mitarbeiter Kai Wulff in Googles Afrika-Blog.

Google hat Kampala, die Hauptstadt des ostafrikanischen Staates Uganda, mit ihren drei Millionen Einwohnern im Einzugsbereich ausgewählt, weil diese Stadt mit ihrem Verkehrssystem, ihren Krankenhäusern, Hochschulen und vielen kleinen Unternehmen reif dafür sei, auf einer breiteren Basis mit dem Internet verbunden zu werden, sagt dazu die Projektbeschreibung.

Bis jetzt habe es in Kampala aber keine den Bedürfnissen angemessenen, schnellen und zuverlässigen Internetverbindungen gegeben. Durch das neue Glasfasernetz der Google-Initiative Project Link sollen diese jetzt von den örtlichen Internetprovidern für ihre Kunden eingerichtet werden können. Die Glasfaserkabel erstrecken sich nach Informationen von Mashable über eine Länge von 100 Kilometern.

„Je mehr Afrika online geht, umso mehr bereichern die Beiträge seiner wachsenden Bevölkerung das Internet. Procect Link steht nicht nur für den Anschluss von Glasfaserkabeln, sondern für die Chance, durch den Anschluss der Menschen von Kampala einen Beitrag zu einem wirklich globalen Internet zu leisten“, schreibt Kai Wulff in seinem Blogartikel.

Weitere Projekte zur Förderung des Internet

Project Link ist nicht das einzige Vorhaben, mit dem Google das Internet in unterversorgte Gegenden bringen will. Im Juni dieses Jahres wurde schon über "Project Loon" berichtet. Speziell ausgerüstete Heißluft-Ballons sollen dabei rund 20 Kilometer über der Erdoberfläche schweben und Datenraten wie in Mobilfunknetzen der dritten Generation (3G) ermöglichen.

Google beteiligt sich auch an der Allianz für bezahlbares Internet A4AI. Dieser Zusammenschluss peilt das von der UN-Breitbandkommission ausgegebene Ziel an, die Kosten für einen schnellen Internetzugang auf weniger als fünf Prozent des Monatseinkommens zu senken. Zurzeit müssen nach Zahlen der Internationalen Fernmeldeunion ITU viele Menschen auf der Welt noch 30 Prozent ihres Einkommens aufbringen, um online gehen zu können.

Um ihr Ziel zu erreichen, will die A4AI Empfehlungen ausgeben und Fallstudien dazu erarbeiten. Die Fortschritte auf dem Weg dahin sollen untersucht und in einem Bericht festgehalten werden.

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Von Klaus Ahrens
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