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08.04.2013, 11:44 Uhr | 0 |

Milliardendeal erwartet Google will WhatsApp schlucken

Google steht offenbar kurz davor, den äußerst populären Kurznachrichten-Dienst WhatsApp zu kaufen. Bei den Verhandlungen, die seit mehreren Wochen laufen sollen, habe WhatsApp den Preis inzwischen auf fast eine Milliarde US-Dollar hochgetrieben, heißt es.

Google steht angeblich kurz vor dem Kauf des populären Kurznachrichtendienstes WhatsApp.
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Google steht angeblich kurz vor dem Kauf des populären Kurznachrichtendienstes WhatsApp.

Foto: dpa/Soeren Stache

Die Übernahme-Gerüchte, die das Online-Portal „Digital Trends“ aktuell meldet, kommen nicht von ungefähr. Sowohl Google als auch Facebook hatten bereits früher ihr Interesse an WhatsApp signalisiert. Nach dem Kauf von Instagram durch Facebook – wofür Facebook über eine Milliarde Dollar auf den Tisch gelegt hat – könnte also jetzt Google den nächsten spektakulären Milliarden-Deal landen. Die Rede ist von harten Verhandlungen, in denen Google bereits mehrfach sein Angebot nachbessern musste.

WhatsApp gefährdet SMS-Geschäft

WhatsApp selbst hat bisher stets erklärt, dass es nicht zur Unternehmensphilosophie gehöre, sich von einem Größeren schlucken zu lassen. Der Hauptgrund dafür sei, dass man auch weiterhin werbefrei bleiben wolle. „Werbung stört nicht nur die Ästhetik, sondern beleidigt auch deine Intelligenz und unterbricht den Gedankenfluss. Wenn Werbung im Spiel ist, dann bist immer du als Nutzer das Produkt“, hatte WhatsApp noch im vergangenen Jahr seinen Kunden erklärt. 

Die Popularität von WhatsApp bringt das Unternehmen auf jeden Fall in eine gute Verhandlungsposition gegenüber Google. In über 100 Ländern und 750 mobilen Netzwerken ist der Kurznachrichten-Dienst die Nummer 1 unter den kostenpflichtigen Anwendungen. Und eine Gefahr für das SMS-Geschäft, wie an Silvester 2012 zu beobachten war. WhatsApp meldete einen Rekord von 18 Milliarden versendeter Nachrichten an einem einzigen Tag.

Google läuft die Zeit davon

Google hingegen räumt ein deutliches Defizit im Geschäftsfeld des mobilen Nachrichten-Dienstes ein. „Wir haben hier einen unglaublich schlechten Service für unsere Nutzer angeboten“, hatte Google-Produktmanager Nikhyl Singhal im Sommer letzten Jahres eingestanden. Nun läuft Google allerdings die Zeit davon, denn für die Entwicklung einer eigenen wettbewerbsfähigen Nachrichten-App könnte es bereits zu spät sein. Die etablierte Messaging-Plattform von WhatsApp käme Google also gerade gelegen. Beobachter vermuten deshalb, dass Google die Neuerwerbung in seinen eigenen neuen Dienst „Google Babble“ einbinden und mit anderen Programmen wie Google Chat und Google Drive bündeln wird – falls der Kaufvertrag mit WhatsApp tatsächlich zustande kommt.

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Von Gudrun von Schoenebeck
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