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25.02.2014, 14:06 Uhr | 0 |

LED trifft LTE Ericsson und Philips rüsten Straßenlaternen mit Mobilfunk aus

Ericsson und Philips wollen Straßenlaternen in Mobilfunkmasten umwandeln. Auf diese Weise wollen sie das mobile Netz für Internetanwendungen in den Städten sichern. Erste Mobilfunklaternen sollen noch in diesem Jahr in Nordamerika errichtet werden. 

LED-Straßenlaternen
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Hier leuchten energiesparende LEDs von Philips in den Straßenlaternen. Gemeinsam mit dem Mobilfunkbetreiber Ericsson plant das Unternehmen, Straßenlaternen zusätzlich zu Mobilfunkmasten aufzurüsten. 

Foto: Philips

Straßenlaternen erhalten künftig neue Aufgaben: Sie leuchten Passanten und Autofahrern nicht nur den Weg, sondern stellen ihnen auch ein mobiles Netz zur Verfügung, mit dem sie das Internet unterwegs lückenlos nutzen können.

Gemeinsam wollen der schwedische Mobilfunkbetreiber Ericsson und der niederländische Elektronikkonzern Philips die klassische Straßenlaterne umrüsten und mit Mobilfunktechnologie ausstatten. Voraussichtlich werden die meisten Laternen mit dem Mobilfunkstandard LTE oder HSPA ausgestattet sein. Leuchten sollen die Laternen mit energiesparenden LED-Lampen. Nach einem Zeitraum von etwa acht bis zehn Jahren sollen die niedrigeren Energiekosten  die Kosten für die Umrüstung ausgeglichen haben.

Ihre Pläne gaben Philips und Ericsson auf der Mobilfunkmesse Mobile World Congress in Barcelona bekannt. Ziel der beiden Unternehmen ist es, für eine bessere Netzabdeckung zu sorgen und das mobile Internet auf den Straßen durchgängig verfügbar zu machen. „Wir glauben, dass Städte in Zukunft viel mehr Mobilfunkabdeckung brauchen", sagte Ericsson-Chef Hans Vestberg. Der Bedarf steige täglich an.

Auslastungsproblem in Städten

Immer mehr Menschen sind mit ihren Smartphones auf den Straßen unterwegs und benötigen das mobile Internet für ihre Datenanwendungen. Doch für die Mobilfunkanbieter wird es gleichzeitig immer schwieriger, ihre Antennen wie bislang üblich auf Hausdächern unterzubringen. „Es wird immer schwerer, in Städten Plätze auf Dächern zu bekommen“, so Vestberg. Will der Mobilfunkbetreiber Antennen auf einem Dach installieren, benötigt er die Zustimmung aller Eigentümer. Doch viele Bewohner haben Sorge vor einer hohen Strahlenemission und sind daher gegen die Errichtung der Funkmasten auf ihren Dächern.

Erste Mobilfunklaternen werden in USA aufgestellt

Die ersten Mobilfunklaternen dieser Art sollen noch dieses Jahr in den USA aufgestellt werden, erklärte Ericsson-Managerin Cecilia De Leeuw gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Nordamerika habe das größte Kapazitätsproblem mit Mobilfunknetzwerken.

Die Mobilfunk-Messe in Barcelona läuft noch bis zum 27. Februar 2014. Dort präsentieren 1700 internationale Aussteller ihre Geräte und Dienste. Es werden rund 70.000 Besucher erwartet.

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Von Petra Funk
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