23.05.2013, 09:30 Uhr | 0 |

Mobile Endgeräte Drucken aus der Cloud kommt in Mode

Unternehmen benötigen eine ausgeklügelte Strategie, um ihr Druckermanagement zu optimieren. Als Bindeglied hierzu kommen mobile Lösungen ins Spiel, um die Kosten weiter zu senken und die Effizienz der Gesamtlösung zu erhöhen.

Mobiler Printing-Service von Ezeep
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Das Berliner Start-up Ezeep bietet einen mobilen Printing-Service an.

Foto: Ezeep

Gedruckt wird in naher Zukunft zunehmend über mobile Endgeräte – Smartphones, Tablets und Notebooks. Hilfreich dazu sind Apps für jedes beliebige Endgerät. So machte auf der diesjährigen CeBIT der Berliner Anbieter ezeep mit einer Mobile Printing Software auf sich aufmerksam.

Der Clou: Mit ezeep können Unternehmen unabhängig von ihrer Größe die Drucker durch eine kostengünstige internetbasierte Software verwalten. "Der Nutzer kann auf diese Weise mit der ezeep-App völlig intuitiv drucken", betont CEO Sascha Kellert. In der Nähe des Nutzers befindliche Drucker seien dabei automatisch auf dem Gerät angezeigt.

Mobile Printing ist keine Eintagsfliege

Die mobile App eignet sich laut ezeep für den PC oder Mac-Computer ebenso wie für das iPhone, iPad und Androidgeräte, um ohne Treiber und mit jedem Drucker kabellos via E-Mail oder WLAN verbunden zu sein. Zudem ließen sich kostenpflichtige Ausdrucke bequem und bargeldlos bezahlen.

Dass es sich beim Mobile Printing um mehr als eine Eintagsfliege handelt, untermauert auch der Berliner Cloud-Desktop-Anbieter Cortado. Das Unternehmen offeriert zum Beispiel eine kostenlose App, maßgeschneidert für den globalen Smartphone-Marktführer Samsung. Bereits 320 000 mobile Nutzer für Android, iOS oder das Blackberry-Betriebssystem tummeln sich demnach auf dem Cortado Workplace, um Dateien in der Wolke zu speichern, zu verwalten – und eben auch auszudrucken.

"Wir haben vermehrt Kunden, die überlegen, ihre gesamten Druckprozesse in unsere Cloud-Dienste zu verlagern. Die Unternehmen müssen sich bei diesem Outsourcingmodell nur noch um ihre Drucker und ihre mobilen Geräte kümmern", hofft Cortado-CEO Carsten Mickeleit. Dadurch entfielen die bisherigen Aufwendungen für Server, Helpdesk-Anrufe und Administration. Kurz, wer mobiles Drucken auf diese Weise realisiere, dem eröffne sich enormes Sparpotenzial, so Mickeleit.

Hardwareunabhängige Cloudlösung von Cortado

Neuerdings stellt Cortado mit "ThinPrint Cloud Printer" eine universell einsetzbare, hardwareunabhängige Cloud-Drucklösung für alle Drucker, Anwendungen und Geräte-Plattformen bereit.

Für Privatanwender ist der neue Dienst sogar kostenlos, um von unterwegs Druckaufträge über das iPhone, iPad, Android- und alle Windows-Geräte zu erteilen. Ein Zusatzprogramm für Mac-Computer soll außerdem bald folgen.

Allerdings benötigen Unternehmen weit mehr als eine App für das Drucken über mobile Endgeräte. "In vielen Unternehmen wird die Druckumgebung nicht professionell und zentral gemanagt", bestätigt Matthias Kraus vom Marktforscher IDC.

Um signifikante Kostensenkungen zu erzielen, ist deshalb ein professionelles Printmanagement erforderlich, das zentral organisiert sei und sich nicht nur auf die direkten Kosten konzentriere, gibt IDC-Experte Kraus zu bedenken. Aber auch hier stellen mobile Lösungen ein Bindeglied dar: "Durch Mobile Printing erhöht sich die Produktivität der Mitarbeiter, denn sie können Aufgaben auch von unterwegs erledigen und in Papierform erforderliche Dokumente direkt ausdrucken. Wenn die Mitarbeiter effizienter arbeiten, spart dies auch Kosten", bestätigt er.

Bei Xerox bleiben die Informationen "inhouse"

Auch die Hersteller der Drucker und Multifunktionsgeräte ziehen mit. Xerox offeriert etwa neben der Cloud-Lösung auch eine Mobile-Print-Lösung, bei der die Druckaufträge vom mobilen Endgerät aus nicht in die Wolke geschickt werden, sondern direkt an die E-Mail-Adresse eines Servers im Unternehmen gelangen. Vorteil: Die Informationen bleiben "inhouse", gerade für Unternehmen mit sehr hohen Sicherheitsansprüchen ein schlagkräftiges Argument.

Darüber hinaus spielen Cloud-basierte Lösungen laut Xerox weniger beim Druck selbst eine zentrale Rolle, sondern vor allem beim Dokumentenmanagement. Denn via Mobile Printing drucken Anwender von unterwegs ihre Unterlagen zeit- und bedarfsgerecht, sowohl vom Notebook als auch via Tablet oder Smartphone. Ein Trend, von dem also vor allem verteilte Arbeitsteams und Wissensarbeiter profitieren können.

Das Drucken aus der Cloud bedeute grenzenloses Drucken, betont Stefan Kitschmer, Category Manager PPS Printing Deutschland bei Hewlett-Packard (HP), verhalten optimistisch: "Eine innovative Lösung hält das Team im Office auf dem Laufenden, spart Zeit und macht Abläufe einfacher und transparenter für all diejenigen, die in einem Projekt involviert sind."

HP kommt im Herbst mit neuer Lösung

Im Herbst möchte HP mit einer neuen Lösung auf dem Markt punkten (Flow CM Professional). Diese soll Unternehmen das Speichern und Archivieren von Dokumenten sowie das Suchen, Finden und Teilen von Inhalten ermöglichen. Das Pendant von Xerox wiederum setzt mit "ConnectKey Share to Cloud" auf eine Lösung, die sich optional in Multifunktionsdrucksysteme integrieren lässt.

Der Vorteil der Xerox-Lösung aus Anwendersicht: Man kann ohne Middleware mit nur einem Klick Dokumente senden und anderen zugänglich machen, beispielsweise zu Anwendungen wie SharePoint Online, Google Drive, DropBox, Ever-note, PaperPort Anywhere und Salesforce.com. "Das Druckermanagement in der Wolke ist also heute zum Teil schon Realität", sagt Susanne Heß, Manager Products & Programs bei Xerox. 

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Von Lothar Lochmaier | Präsentiert von VDI Logo
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