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05.12.2013, 10:09 Uhr | 0 |

E-BOOK-TECHNIK inklusive Das Yotaphone: Ein Smartphone mit zwei Displays

Ständig vernetzt ohne großen Stromverbrauch: Diesen Vorteil will der russische Hersteller Yota mit seinem ersten Smartphone bieten. Das Zusatz-Display auf der Rückseite zeigt Nachrichten an und ermöglicht auch das Lesen von E-Books.

Yotaphone
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Für 499 Euro soll das Doppel-Display-Handy in schwarz oder weiß zu haben sein. 

Foto: Yota Devices

Angekündigt war es schon seit dem vergangenen Jahr, demnächst kann das Yotaphone zumindest direkt beim Hersteller online bestellt werden. Es ist das erste Smartphone, das über zwei Displays verfügt. Vorne hat es die gewohnte Android-Oberfläche. Auf der Rückseite aber ist ein Bildschirm angebracht, der nicht nur aussieht wie ein E-Book-Reader, sondern auch so funktioniert. Die so genannte E-Ink-Technik sorgt dafür, dass Mails, Twitter-Nachrichten und andere Infos ständig beobachtet werden können, ohne das Display immer neu zu aktivieren.

Den Akku soll diese Zusatzfunktion kaum belasten, weil der zweite Bildschirm nur dann Strom zieht, wenn sich der Status ändert, also beispielsweise eine E-Mail eingeht. Erste Tests in Fachmedien ergaben übereinstimmend, dass die Technik zuverlässig funktioniert. Für Vielnutzer, die alle paar Minuten auf ihr Handy starren, bedeute das einen Gewinn an Komfort und Akku-Laufzeit, außerdem sei das Display auch bei schwierigen Lichtverhältnissen immer gut lesbar.

Knapp einen Zentimeter dick

Mit dem Zusatzbildschirm ist das Yotaphone zwangsläufig dicker als ein Standard-Smartphone. Mit laut Hersteller 9,99 Millimetern sind es knapp drei Millimeter mehr als etwa beim Samsung Galaxy S4. Das Gewicht liegt mit 146 Gramm um 16 Gramm über dem des erfolgreichen Vergleichhandys.

Das Rückseiten-Display ist allerdings kein Touchscreen, sondern muss über Wischen und Tasten am Rand des Gerätes bedient werden. Für die diversen Info-Dienste, die darüber abgerufen werden können, stellt Yota eine Reihe von Apps bereit. Als besonders praktisch für manche Nutzer werten Tester von „Spiegel“ und „Welt“ die Möglichkeit, mit einem Wisch einen Screenshot vom Frontdisplay auf die Rückseite zu schicken. So habe man etwa eine elektronische Bordkarte oder andere Codes verfügbar, auch wenn das Handy auf Standby ist – und dies sogar bei leerem Akku. Zudem ist das zweite Display auch tatsächlich als E-Book-Reader nutzbar, allerdings vorläufig nur mit einer hier zu Lande kaum bekannten russischen App, während Amazons Kindle-App laut Testern nicht funktioniert.

Gesamturteil: Mittelklasse

Das Yotaphone insgesamt wird von den Experten durchweg als Mittelklasse-Modell bewertet. Die Kamera mit 13 Megapixeln und die Bildschirmauflösung bewegen sich im Standardbereich. Abzuwarten bleibt, ob die in mindestens einem Test aufgefallenen Netzwerkprobleme ein Einzelfall oder ein häufiges Ärgernis sind. Das Yotaphone meldete bei diesem Versuch mehrfach eine fehlende Verbindung, obwohl andere Handys am selben Ort problemlos funktionierten.

Das Yotaphone soll nach Branchenmeldungen für 499 Euro zu haben sein. Bestätigt ist dieser Preis allerdings bislang nicht. Wer auf der Webseite von Yota einen Kaufauftrag abgeben will, bekommt derzeit nur die Auskunft, dass man informiert werde, sobald Vorbestellungen angenommen würden. Hersteller ist ein russisches Privatunternehmen, das bislang nur Router und Modems verkauft hat.

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Von Werner Grosch
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