IT & Telekommunikation

RSS Feeds  | Alle Branchen IT & Telekommunikation-Visual-101543282
19.05.2016, 13:05 Uhr | 0 |

Virtual Reality, Allo und Duo Das sind Highlights der Google Entwicklerkonferenz 2016

Virtual Reality, das neue Betriebssystem Android N und die Messaging-Apps Allo und Duo: Das sind die Highlights der Google Entwicklerkonferenz I/O 2016. Lesen Sie hier, was sich hinter den Neuheiten verbirgt. 

Google-Konferenz 2016
Á

Entwickler aus der ganzen Welt diskutieren derzeit auf der Google-Entwicklerkonferenz I/O in Kalifornien über die neuesten Entwicklungen des Konzerns.

Foto: Google

Alle Jahre wieder lädt Google zur Entwicklerkonferenz  I/O ein. Die Entwicklerkonferenz in Kalifornien findet dieses Jahr erstmals bis zum 20. Mai unter freiem Himmel statt – im Shoreline Amphitheater. Und erstmals können Zuschauer die Präsentation mit einer Virtual-Reality-Brille mitverfolgen. Warum? Weil es das Thema VR mittlerweile bis ins neue Betriebssystem Android N geschafft hat.

Betriebssystem Android N ist VR-fähig

Google hat für das neue Betriebssystem Android N eine VR-Zentrale namens Daydream entwickelt. Damit will der Konzern viele seiner Apps auf die Nutzung mit VR-Headset ausrichten. Streetview soll künftig beispielsweise 3D-Inhalte anzeigen, in denen sich der User mit Kopfbewegungen umsehen kann, auch die Foto-App soll VR-Fotos darstellen können. Zudem wird es einen VR-Play-Store geben und entsprechende 3D-Inhalte auf Youtube.

Á

Android-Figur auf dem Gelände der Entwicklerkonferenz Google I/O in Mountain View: Erstmals findet die Konferenz unter freiem Himmel im Shoreline Amphitheater in Kalifornien statt.

Foto: Andrej Sokolow/dpa

Und wer stellt das Headset bereit? Hardware hat Google noch nicht präsentiert. Der Konzern hat aber ein Referenzdesign veröffentlicht, das kooperierende Hersteller als Ausgangsbasis nutzen können. Es sieht vor, dass der User das Smartphone in das Headset einlegt und sich dieses dann vor die Augen schnallt.

Funktionieren soll das mit jedem Gerät, das über passende Sensoren verfügt. Die Steuerung soll mit einem Controller erfolgen, der Handbewegungen mit einem integrierten Gyroskop interpretiert. Bis Herbst 2016 müssen sich VR-Fans aber noch gedulden. Erst dann sollen Daydream und Controller auf den Markt kommen. Der Preis ist bislang unbekannt. Vor zwei Jahren hat Google übrigens schon eine VR-Brillenkonstruktion aus Karton vorgestellt.

Google Home: Beim Kofferpacken per Sprachsteuerung ein Taxi rufen

Ebenfalls neu ist Google Home – ein kleines Hightech-Gerät, das aussieht wie eine dezente weiße Blumenvase. Es verbindet sich mit dem Smartphone und spielt Musik ab. Integriert ist aber auch ein Mikrofon, das Sprachsteuerung ermöglicht. Der neue Google Assistant ist somit auch ohne ständigen Griff zum Smartphone nutzbar. „Dieser Assistent spricht mit euch, versteht euer Leben und unterstützt euch bei allem, was ihr erledigen müsst“, schreibt Google.

Beim hektischen Kofferpacken kann der Benutzer beispielsweise ein Taxi rufen, in der Küche Textnachrichten an Familienmitglieder diktieren oder beim Kochen Fragen stellen, etwa: Wie viel Kalorien hat eine Avocado? Google Home soll auch vernetzte Haushaltsgeräte und intelligente Thermostate steuern können. Wann und zu welchem Preis das Gerät außerhalb der USA auf den Markt kommt, ist noch nicht bekannt.

Neuer Messanger Allo gibt Antwortmöglichkeiten vor

Google hat auf der I/O 2016 zudem zwei neue Messanger-Apps vorgestellt, die WhatsApp Konkurrenz machen sollen: Allo und Duo. Allo verbindet sich mit den eigenen Kontakten über die Telefonnummern und integriert den Google Assistant. So werden beispielsweise vorgegebene Antwortmöglichkeiten möglich.

Ein Beispiel: Man hat gerade seinen Uni-Abschluss gemacht und verschickt ein Gruppenfoto der Absolventen. Der Messenger erkennt mit einer Bildanalyse, dass es sich um eine feierliche Aktivität handelt, und gibt die Antwortmöglichkeit „Herzlichen Glückwunsch“ vor. Für den Empfänger reicht dann ein Klick auf diese Vorgabe. Unheimlich? Etwas, aber Google garantiert, dass es die Daten dieser Analysen nicht speichert.

Á

Ein Werbebus für Googles Kartendienst Google Maps auf der Entwicklerkonferenz Google I/O in Mountain View.

Foto: Andrej Sokolow/dpa

Neben Emoticons gibt es übrigens eine weitere Möglichkeit, Emotionen Ausdruck verleihen. Per Fingerwisch lässt sich die Schriftgröße eines Wortes verändern. Ist man sauer, reicht ein Wisch nach oben und das Wort erscheint riesig auf dem Display. Möchte man flüstern, wischt man in die Gegenrichtung. Die zweite App ist die Videochat-App Duo. Ihre Knock-knock-Funktion zeigt beispielsweise einen Livestream des Anrufers, bevor man abnimmt. Genau wie Allo soll sie im Sommer 2016 auf den Markt kommen. 

Anzeige
Von Patrick Schroeder
Zur StartseiteZur Startseite
schlagworte: 
kommentare

Aktuell wurden noch keine Kommentare zu diesem Artikel abgegeben. Loggen Sie ich ein oder melden Sie sich neu an, wenn Sie noch keine Zugangsdaten haben
> Zum Login     > Neu anmelden