IT & Telekommunikation

RSS Feeds  | Alle Branchen IT & Telekommunikation-Visual-101543282
12.10.2015, 13:45 Uhr | 0 |

Technologie-Ranking Das sind die 10 wichtigsten Technologie-Trends für 2016

Wer denkt, unsere Welt sei bereits heute schon weitgehend digital vernetzt, sollte sich auf weitere Entwicklungen gefasst machen. Das Marktforschungsinstitut Gartner hat die 10 wichtigsten Technologie-Trends ausgemacht, die unsere Zukunft bestimmen werden. Wer die verschläft, bekommt ein Problem.

IBM-Ingenieur Jerry Chow bei der Arbeit an einem Quanten-Computer
Á

IBM-Ingenieur Jerry Chow bei der Arbeit an einem Quanten-Computer: Die Datenflut der Zukunft werden nur noch Maschinen mit tiefen neuralen Netzen bewältigen können. Das Marktforschungsinstitut Gartner hat gerade die Top-10 der wichtigsten strategischen Technologie-Trends benannt.

Foto: Jon Simon/IBM

Für Unternehmen, die Orientierung suchen in einer unübersichtlichen digitalisierten Welt, hält das amerikanische Marktforschungsinstitut Gartner jetzt die passende Liste bereit. Auf dem IT-Symposium vergangene Woche in Orlando legte Gartner die Top-10 der wichtigsten strategischen Technologie-Trends vor. Die Betonung liegt auf strategisch, denn Gartner behauptet, dass diese Trends das Potenzial hätten, ein Unternehmen und seine langfristigen Pläne erheblich zu beeinflussen.

„Diese zehn strategischen Technologie-Trends werden die Chancen für digitale Geschäftsmodelle bis 2020 prägen“, sagt David Cearley, der Vize-Präsident von Gartner. In den Trends gehe es um die Vernetzung der virtuellen mit der physischen Welt. „Algorithmen werden die Zukunft der Geschäftsbeziehungen formen.“ Außerdem würden intelligente Maschinen und eine neue IT-Realität von zunehmend größerer Bedeutung.

Hier sind sie nun, die zehn wichtigsten Technologie-Trends für 2016:

Netz von Apps und Geräten

Die Zahl der Apps, der Geräte und Menschen, die diese nutzen, wächst beständig. Auch die Interaktion zwischen den Menschen, den sozialen Netzwerken, Unternehmen und Behörden wird immer wichtiger. Dazu gehört auch das sogenannte Internet der Dinge, in dem Sensoren intelligent auf ihre Umwelt reagieren.

Bisher hätten diese Anwendungen und Geräte eher isoliert voneinander gearbeitet. Das werde sich ändern, meinen die Gartner-Analysten, die zunehmend Modelle für weitreichendere und übergeordnete Verbindungen erwarten.

Grenzenloses Nutzererlebnis

Das Netzwerk an Geräten und Anwendungen wird das Nutzererlebnis immer weiter ausdehnen. Das bedeutet, dass die virtuelle Realität nicht abreißen wird, unabhängig davon, wo man sich befindet oder mit welchen Geräten man unterwegs ist.

Die Entwicklung mobiler Apps bleibt wichtig, aber noch wichtiger wird es sein, dass diese auf verschiedenen Geräten und zum Beispiel im Auto oder sogar in der Fabrikhalle genutzt werden können.

Bedeutender 3D-Druck

Der 3D-Druck entwickelt sich rasant und mit ihm die wachsenden Möglichkeiten verschiedener Materialien, die für den Druck geeignet sind. Heute gibt es als Druckmaterialien Nickelverbindungen, Kohlefasern, Glas, leitfähige Tinte oder pharmazeutische und biologische Materialien und auch die Einsatzbereiche des 3D-Drucks werden größer. Gartner sieht jährliche Wachstumsraten von rund 64 % bis 2019.

Informationen im Kontext

Die Informationen, die früher isoliert oder unzugänglich waren, werden heute miteinander vernetzt. Außer herkömmlichen simplen Text-, Audio- oder Videodaten können zum Beispiel Sensor- oder Umgebungsdaten in ein Netz eingespeist werden. Neue Analysetechniken werden das Datenchaos auswerten und Zusammenhänge herstellen.

Systeme lernen selbstständig

DNN heißt das Stichwort für Systeme der Zukunft. Maschinen mit tiefen neuralen Netzen (deep neural nets) können Lernprozesse autonom entwickeln und wirken deshalb intelligent. Nur sie werden in der Lage sein, die Datenexplosion zu bewältigen, während der Mensch in diesem Zusammenhang zunehmend unwirtschaftlich wird. Gartner rät den Unternehmen dringend, zu erkunden, wie sie diese neue Technologie auf ihre Organisation anwenden können um einen Wettbewerbsvorteil herauszuarbeiten.

Assistenten arbeiten autonom

Autonome oder halbautonome Maschinen wie Roboter, selbstfahrende Autos oder virtuelle persönliche Assistenten treten zunehmend in unser Leben. Vor allem die persönlichen Assistenten, deren Vorläufer Sprachassistenten wie Microsofts Cortana oder Apples Siri sind, entwickeln sich derzeit rasch.

Solche autonomen „Agenten“ werden bald zur wichtigsten Benutzeroberfläche, das heißt, wir werden weniger auf dem Smartphone wischen und schreiben und mehr und mehr mit unserem virtuellen Assistenten reden.

Flexible Reaktion auf Sicherheitslücken

Gleichzeitig mit der Komplexität der digitalen Welt wächst auch die „Hacker Industrie“ und deren Bedrohungspotenzial für ein Unternehmen, zumal immer mehr Organisationen auf Cloud-basierte Dienste zugreifen. IT-Verantwortliche sollten sich auf das Aufspüren und die Abwehr von Bedrohungen konzentrieren, aber auch traditionelle Abwehrmethoden und andere Verteidigungsmaßnahmen nicht vernachlässigen. Dazu gehören auch Selbstverteidigungsmechanismen von Anwendungen und die Analyse des Nutzerverhaltens.

Architektur der Sicherheit

Die gewachsenen Anforderungen in der IT-Architektur eines Unternehmens fordern neue leistungsstarke und hocheffiziente Abwehrsysteme. Diese „neuromorphen“ Architekturen, die biologische und digitale Systeme miteinander kombinieren, orientieren sich an menschlichem Lernverhalten und Intelligenz.

Flexibler, integrativer Ansatz

Lineare Anwendungsdesigns werden zunehmend einer integrativen Herangehensweise weichen und damit eine weitaus größere Flexibilität möglich machen. Hier wird das Internet der Dinge mit der mobilen Anwendung zusammengebracht, so dass ein individualisierter Service entstehen kann, der aus der Cloud-basierten Anwendung heraus arbeitet. Für den Nutzer heißt das eine flexible Anwendung über das gesamte digitale Netzwerk hinweg.

Plattform für das Internet der Dinge

„Jedes Unternehmen, das im Internet der Dinge agieren will, braucht eine Plattform-Strategie“, sagt Cearley. Diese Plattform sei notwendig für das gesamte Management, die Sicherheit und die Integration anderer Technologien. 

Anzeige
Von Gudrun von Schoenebeck
Zur StartseiteZur Startseite
schlagworte: 
kommentare

Aktuell wurden noch keine Kommentare zu diesem Artikel abgegeben. Loggen Sie ich ein oder melden Sie sich neu an, wenn Sie noch keine Zugangsdaten haben
> Zum Login     > Neu anmelden