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17.12.2013, 11:20 Uhr | 0 |

Bericht Bundesnetzagentur 70 Prozent der deutschen Haushalte nutzen schon einen Breitband-Internetzugang

Die Bundesnetztagentur hat ihren alle zwei Jahre erscheinenden Bericht über ihre Tätigkeiten, die Lage und die Entwicklung auf dem Gebiet der Telekommunikation vorgelegt. Danach verfügten Mitte 2013 bereits 70 Prozent der deutschen Haushalte über einen „schnellen“ Breitband-Internetzugang. Das liegt über dem EU-Durchschnitt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel 2012 zu Besuch bei der Bundesnetzagentur.
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Bundeskanzlerin Angela Merkel 2012 zu Besuch bei der Bundesnetzagentur.

Foto: Screenshot ingenieur.de

Breitbandanschlüsse verbinden die Menschen per DSL mit verhältnismäßig hoher Datenübertragungsrate von einem Vielfachen der Geschwindigkeit älterer Zugangstechniken wie Telefonmodems oder ISDN-Einwahl, die im Unterschied dazu als Schmalbandtechniken bezeichnet werden.

Tätigkeitsbericht der Bundesnetzagentur

Der Tätigkeitsbericht Telekommunikation und Post 2012/2013 der Bundesnetzagentur sieht den deutschen Telekommunikationsmarkt auf einem guten Weg. Bis Mitte 2013 sei die Anzahl der Breitbandanschlüsse in Deutschland auf 28,4 Millionen gestiegen, sagte der Präsident der Wettbewerbsbehörde Jochen Homann am Montag bei der Präsentation des Papiers in Bonn. Damit verfügten rund 70 Prozent der Haushalte über einen "schnellen" Internetanschluss.

Dabei definiert die Netzagentur als Breitbandzugang allerdings schon Anschlüsse mit Download-Geschwindigkeiten von mindestens einem Megabit je Sekunde.

Versorgung liegt schon über EU-Durchschnitt

Die Internetversorgung in Deutschland sei damit im EU-Vergleich überdurchschnittlich, betonte Homann. Besser schnitten in der EU nur die Niederlande, Dänemark und Frankreich ab. „Besonders erfreulich ist, dass sich auch im ländlichen Raum die Versorgung mit Breitbandanschlüssen deutlich verbessert hat“, sagte der Behördenchef.

Auch die Versorgung mit Breitbandanschlüssen, die Datenübertragungsraten von 50 Megabit je Sekunde und mehr erlauben, sei seit 2010 um rund 40 Prozent gestiegen. Heute könnten gut 58 Prozent der Haushalte derartige Anschlüsse nutzen.

Wettbewerber der Deutschen Telekom

Die Wettbewerber der Deutschen Telekom konnten ihren Marktanteil leicht auf nunmehr 56 Prozent steigern. Diese Zugewinne gehen allerdings aktuell ausschließlich auf die Zuwächse bei den Kabelnetzbetreibern zurück. Deren Marktanteil ist in der Summe inzwischen auf rund 17 Prozent angewachsen.

Auch als Reaktion hierauf beabsichtigt die Deutsche Telekom, ihre vorhandene VDSL-Infrastruktur so zu erweitern, dass mittelfristig etwa zwei Drittel der Haushalte hierüber erschlossen werden können – das wären dann doppelt so viele wie heute. Überdies plant sie, ihr Netz in diesen Gebieten mit Hilfe der Vectoring-Technologie weiter aufzurüsten.

Neue Vectoring-Technologie

Mit Vectoring  lassen sich Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s im Downstream und von bis zu 40 Mbit/s im Upstream für eine größere Anzahl an Kunden als bisher bereitstellen. Anhand laufender Messungen der Störsignale und ihrer laufenden Kompensation lässt sich das Übersprechen – die unerwünschte gegenseitige Beeinflussung eigentlich unabhängiger Signalkanäle – merklich reduzieren.

Die Deutsche Telekom hat am 9. April 2013 die Genehmigung erhalten und mit dem Ausbau schon begonnen. Problematisch beim Vectoring ist, dass die Minimierung der Übersprechdämpfung nur dann optimal funktioniert, wenn das bisher übliche Aufteilen eines Kabelstranges unter der Telekom und ihren Wettbewerbern entfällt.

"Hier sind mit unserer im August getroffenen Vectoring-Entscheidung bereits wesentliche Voraussetzungen für einen chancengleichen Wettbewerb und verlässliche Rahmenbedingungen geschaffen worden. Die positiven Reaktionen sowohl der Telekom als auch ihrer Wettbewerber zeigen, dass dies im Sinne beider Seiten gelungen ist", betonte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. Es liegt jetzt an allen investitionswilligen Unternehmen, die sich aus der Vectoring-Entscheidung ergebenden Chancen für den Aus- und Aufbau von modernen TK-Netzen, insbesondere auch in ländlichen Gebieten, zu nutzen.

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Von Klaus Ahrens
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