08.08.2013, 15:36 Uhr | 0 |

Gewinnmargen der Autohersteller Porsche macht die höchsten Gewinne pro Auto

Porsche macht weltweit den größten Gewinn pro verkauftem Auto: Der Sportwagenhersteller verdient knapp 17.000 Euro an jedem verkauftem Fahrzeug. Bei den Massenherstellern liegt Toyota mit rund 1.800 Euro vorne. Opel, Vauxhall und Ford hingegen erzielen die größten Verluste pro Auto.

Produktion des Toyota Highlander
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Toyota ist weltweit der Volumenhersteller mit dem größten Gewinn pro Auto. Deutschlands Nummer 1 VW liegt auf Rang 9.

Foto: Toyota

Das erste Halbjahr 2013 ist im reinen Autogeschäft für die japanischen Autobauer und Porsche ertragreicher gelaufen als im Vorjahr. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Ferdinand Dudenhöffer, Professor für Automobilwirtschaft an der Universität Duisburg-Essen. Das CAR-Center Automotive Research hatte untersucht „was die Autobauer an ihren Autos verdienen“.

Unter den Massenherstellern verdient Toyota am meisten pro Auto

Die Forscher stützten sich dabei auf die Bilanzkennziffern im rein operativen Kerngeschäft, um aussagefähige Zahlen als Basis der Studie zu erhalten. Andere Bereiche wie Finanzdienstleistungen oder Immobilien blieben außen vor. „Berechnet wurden immer für die reine Automobilsparte die Gewinne vor Zinsen und Steuern (EBIT). Zulieferaktivitäten bleiben dabei genauso unberücksichtigt wie andere Geschäftsfelder, etwa Motorräder bei BMW oder das Immobilien-Geschäft von Toyota“, sagte Dudenhöffer.

Die  Studie unterscheidet zwischen Volumenherstellern und Premiumherstellern. Bei den Premium-Herstellern ist Porsche mit deutlichem Abstand der Gewinner. Mit 16 590 Euro Gewinn pro verkauftem Auto ist die EBIT-Marge auf 18,4 Prozent gestiegen. Dahinter folgen Ferrari/Maserati mit 15 000 (11,9 Prozent), Audi mit 3821 (10,5 Prozent), BMW mit 3495 (9,8 Prozent) und Mercedes mit 2012 (4,9 Prozen)t Euro pro Auto. Bei allen Premiumherstellern außer Porsche sind die Margen im ersten Halbjahr pro Neuwagen gesunken. Erstmals hat allerdings Audi mehr verdient als BMW und Mercedes.

Bei den Massenherstellern verdient Toyota mit 1801 Euro zwar am meisten pro verkauftem Auto, liegt aber mit seiner Gewinnmarge von neun Prozent etwas hinter Huyundai. Die Koreaner erreichten eine Gewinnspanne von 9,3 Prozent. Der Huyundai-Konzern hatte seine Autos mit einem Durchschnittspreis von nur 11 000 Euro im ersten Halbjahr verkauft und am einzelnen Auto 1027 Euro verdient.

Toyota habe durch Sparprogramme eine neue Dynamik entwickelt und die Abwertung des Yen sei ebenfalls hilfreich gewesen, heißt es in der Studie. Im Jahr davor hatten die japanischen Autobauer nur 707 Euro verdient, was einer Gewinnmarge von 3,5 Prozent entspricht. „Die großen Verbesserungen illustrieren, dass Toyota nach den Rückruf-Debakeln und dem Einbruch des japanischen Markts nach dem Fukushima-Unglück wieder zu alter Stärke zurückgekehrt ist“, sagte Dudenhöffer.

Fiat, Peugeot-Citroën, Opel-Vauxhall und Seat machen Minus

Der größte deutsche Hersteller Volkswagen liegt laut Dudenhöffer deutlich hinter seinen internationalen Wettbewerbern zurück. In der Studie wurde die Kernmarke VW getrennt von den Töchtern Audi und Porsche betrachtet. Die Marke VW lag demnach mit einem Gewinn von 629 Euro je Neuwagen und einer Gewinnmarge von drei Prozent erst an neunter Stelle im globalen Automarkt. Vor VW lagen Hyundai (9,3), Toyota (9,0 Prozent), Kia (7,6), Nissan (5,6), Honda (4,0), Chrysler (3,7), Ford (4,3) und die eigene Tochter Skoda (4,9).

Auf der Verliererseite stehen laut Studie die Marken Fiat, Peugeot-Citroën, Opel-Vauxhall, Renault, Ford Europe und die VW-Tochter Seat. Deren Minus in der EBIT-Marge lag zwischen 2,4 und 5,7 Prozent. Immerhin sei es allen Verlustmarken mit Ausnahme von Renault gelungen, durch Restrukturierungen auf die Krise zu reagieren und ihre Verluste einzudämmen. Opel-Vauxhall konnte etwa sein Minus pro Auto auf 414 Euro gegenüber dem Vorjahr halbieren.

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Von Gudrun von Schoenebeck
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