05.11.2014, 15:39 Uhr | 0 |

Vorlieben der Chinesen erforschen Mercedes eröffnet 13,5 Millionen Euro teures Designzentrum in China

Welche Vorlieben haben chinesische Autofahrer? Das will Mercedes mit einem 13,5 Millionen Euro teuren Designzentrum herausfinden, das jetzt in Peking eröffnet hat. Highlight der Eröffnung: die Studie G-Code. 

Die Studie G-Code
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Bei der Eröffnung des Designzentrums stand die Studie G-Code im Mittelpunkt – ein Sports Utility Coupé (SUC).

Foto: Daimler

Insgesamt hat Mercedes in Research & Development (R&D) in China mehr als 100 Millionen Euro investiert, 13,5 Millionen kostete allein das Designzentrum. Es ist der fünfte Standort dieser Art weltweit. „Der Aufbau eines engmaschigen und komplementären Netzwerks von R&D-Zentren rund um den Globus versetzt uns in die Lage, lokale Vorlieben, Anforderungen und Entwicklungen sehr viel schneller in unsere Produkte zu integrieren“, sagt Thomas Weber, Vorstandsmitglied der Daimler AG.

Chinesische Mercedes-Käufer im Schnitt 20 Jahre jünger als europäische

Lokale Vorlieben? Was will denn der Chinese so ganz anders als der Europäer? Offenbar vieles. China-Chef Hubertus Troska wies bei der Eröffnung des Designzentrums darauf hin, dass der chinesische Mercedes-Käufer im Schnitt 20 Jahre jünger sei als der europäische. Und deshalb wolle er unter anderem das volle Infotainment-Programm, zugleich aber auch den klassischen Komfort eines Mercedes.

Was das konkret bedeutet, zeigt der jetzt vorgestellte G-Code, die Studie für ein Sports Utility Coupé (SUC). Wenn der Wagen per Smartphone gestartet ist, fahren Armaturenbrett und Pedale automatisch aus der Ruheposition in die für den Fahrer ergonomisch und haptisch optimale Position. Anschließend entfaltet sich das im Armaturenbrett ruhende Lenkrad wie ein Schmetterling.

Mercedes spricht von einer Einstiegszeremonie, an deren Ende die Belüftungsdüsen und das Multi-Infodisplay aus dem Armaturenbrett fahren. An den Rändern des Displays, das fast so breit ist wie das Armaturenbrett, werden die Bilder der Rückspiegelkameras eingeblendet. Von außen wirkt das SUC sportlich, die Linienführung aber gleichzeitig weich und elegant.

Streetview für chinesische Modelle

Im neuen Designstudio soll es möglich sein, ein Fahrzeug vom ersten Entwurf bis zu einem 1:1-Modell herzustellen. Neben dem Designstudio gibt es fünf weitere R&D-Abteilungen in Peking, darunter auch ein Team, das ausschließlich an Telematik- und Infotainment-Systemen arbeitet. Es soll unter anderem dafür sorgen, dass Käufer sogar handschriftlich chinesische Zeichen in das Multimediasystem ihrer Autos eingeben können.

Mercedes hat sich zudem mit Baidu, dem chinesischen Google-Pendant, zusammengeschlossen hat, um Streetview-Features in seine chinesischen Fahrzeuge zu bringen.

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Von Werner Grosch
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