24.09.2014, 16:16 Uhr | 0 |

IAA Nutzfahrzeuge Mercedes-Benz enthüllt Design des Future Trucks 2025

Das Design des Future Trucks 2025 von Mercedes-Benz ist erstmals auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover zu sehen. Der Lkw verfügt nicht nur über ein autonomes Steuerungssystem. Auch Karosserie und Sattelzug stecken voller technischer Finessen. 

Mit den dezent geschwungenen Linien und der hellen, silbernen Lackierung erinnert die Mercedes-Studie Future Truck 2025 ein wenig an den Film iRobot. Auch in dem Zukunftsthriller von Alex Proyas kommen die Fahrzeuge nüchtern-elegant daher – und: Bei Bedarf fahren sie auch von selbst. Das Highway Pilot genannte autonome Steuerungssystem hat Ingenieur.de bereits vorgestellt. Allerdings hat der 40-Tonner noch weitere Besonderheiten an Bord.

Effektvolle Alternative zu klassischen Scheinwerfern

Das Fahrerhaus weist nahezu keine sichtbaren Fugen auf. Aber auch Lampen scheinen gänzlich zu fehlen. Dass zumindest letzterer Eindruck täuscht, stellt sich heraus, wenn der Motor des auch als Geister-Lkw bezeichneten Fahrzeugs angeworfen wird. Dort, wo eben noch die geschlossene Bugmaske zu sehen war, scheinen nun zahlreiche LEDs in hellem Weiß.

Wenn der Truck im autonomen Fahrmodus unterwegs ist, wechselt die leuchtende Fläche rings um das Hersteller-Logo in ein helles Blau. Die gleiche, im ausgeschalteten Zustand unsichtbare Beleuchtungstechnik, kommt auch im Stoßfänger zum Einsatz, dort, wo bei herkömmlichen Trucks die Scheinwerfer sitzen.

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Wolfgang Bernhard, Vorstandsmitglied der Daimler AG für den Geschäftsbereich Trucks and Busses, steht vor dem Future Truck 2025. Mercedes zeigt erstmals das Design des nach eigenen Angaben ersten autonom fahrenden Lkw der Welt. 

Foto: dpa

Blinken kann der Future Truck natürlich auch – wenn auch nicht in althergebrachter Tick-Tick-Manier. Soll zum Beispiel ein Spurwechsel vollzogen werden, wird das geplante Manöver mit orangefarbenen Lauflichtern angezeigt. Damit an der Zugmaschine des Trucks das nüchterne Design aus langen, fließenden Formen überhaupt realisiert werden konnte, hat sich Mercedes an den Längenvorschriften der Zukunft orientiert. Die Frontpartie ist – nach heutigen Vorschriften – überdurchschnittlich lang, weshalb das Führerhaus ein wenig an moderne Personenzüge à la TGV und Thalys erinnert.

Kameras und Displays ersetzen Spiegel

Will der Fahrer einen Blick in die dezent wirkenden Außenspiegel werfen, sieht er Kameralinsen, die das Bild auf ein Display ins Cockpit übertragen. Dadurch entfallen die riesigen Rückspiegel, die die Aerodynamik eines Lkw zusätzlich verschlechtern.Die Kameras sind aber auch viel besser als ein gewöhnlicher Rückspiegel, weil sie einen größeren Erfassungswinkel haben und damit den toten Winkel verkleinern oder gar ganz beseitigen.

Als das autonome Fahrsystem des Lastwagens im Juli auf einem abgesperrten Autobahnabschnitt bei Magdeburg vorgestellt wurde, war das futuristische Design der Sattelzugmaschine noch hinter einer herkömmlichen Verkleidung versteckt. Auf der Transport- und Logistikmesse IAA Nutzfahrzeuge, die vom 25. September bis zum 2. Oktober in Hannover stattfindet, zeigt Mercedes den Future Truck 2025 diesmal auch komplett enthüllt.

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Von Jan-Martin Altgeld
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