30.08.2014, 08:04 Uhr | 0 |

Caravan Salon Düsseldorf Luxus-Wohnmobile mit Sauna und eingebauter Garage

Die Zeiten, wo sich Studenten in ein undichtes Zelt flüchteten, ist lange vorbei. Der Caravan Salon Düsseldorf zeigt, dass Übernachten im Freien heute ganz viel mit Luxus zu tun hat. Ein Megatrend sind aber auch Alltagsfahrzeuge, die als Kastenwagen zum Reise-Van ausgebaut sind. Die große Freiheit auf vier Rädern.

Wohnmobil Volkner Performance II
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Der Volkner Performance II ist mit einem Grundpreis von 940.000 Euro das teuerste Wohnmobil der Messe. Der Clou des 10,5 bis 12,3 Meter langen Nobel-Campers: Zwischen den Achsen ist eine Garage fürs Zweitauto integriert.

Foto: Volkner

Wenn der Caravan Salon Düsseldorf Ende August für eine Woche der mobilen Freizeit huldigt, weht ein Hauch von Luxus über das Messegelände der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt. Zwar gibt es schon Einsteiger-Caravans für rund 7.000 Euro, doch das Interesse der Besucher richtet sich mehr auf die teils protzigen Luxuskarossen. Luxusmobile ab 150.000 Euro haben hierzulande lediglich einen Marktanteil von 5 Prozent. Trotzdem hat der Caravan Salon diesen Luxuslinern eine eigene Halle reserviert.

Der Performance II ist das Flaggschiff auf der Messe

Das absolute Flaggschiff dieser Luxuskarossen präsentiert die Wuppertaler Firma Volkner mobil mit dem Modell Performance II. Das Reisemobil der Extraklasse reißt schon in der Grundausstattung mit 940.000 Euro ein Riesenloch in den Geldbeutel.

Dafür bekommt der betuchte Kunde ein Reisemobil der Luxusklasse von 10,5 Metern Gesamtlänge, in deren patentierte Mittelgarage ein Mini Cooper Platz findet. Das größte Performance-Modell ermöglicht bei einer Gesamtlänge von 12,3 Metern sogar die Mitnahme eines Porsche 911 oder ähnlich dimensionierten Autos.

Keramik, Granit und Marmor schaffen ein luxuriöses Bad

Große Arbeitsflächen, komfortable Apothekerschränke, Mikrowelle und viele Features mehr lassen selbst Küchenprofis auf ihre Kosten kommen. Im Badezimmer verwöhnt eine Massagedusche und eine Fußbodenheizung bis unter die Duschtasse.

Keramik, Granit, Marmor, vergoldete Armaturen, Handtuchhalter-Heizkörper und natürlich eine integrierte Musikanlage lassen die tägliche Körperpflege auch unterwegs zum unvergesslichen Highlight werden.

Action Mobil wiegt 18 Tonnen

Das optisch eher an ein Militärfahrzeug erinnernde Reisemobil Global XRS 7200 von Action Mobil kommt mit sagenhaften 18 Tonnen Gesamtgewicht und einem Motor mit 720 PS daher. Der Hersteller bewirbt das Extremfahrzeug für Wüstendurchquerungen oder wissenschaftliche Expeditionen in ferne Länder.

Für etwa 850.000 Euro ohne Mehrwertsteuer muss der Campingliebhaber auf seiner Extremtour schon in der Grundausstattung weder auf den Einbauherd, noch auf den Wäschetrockner und den Flachbildfernseher verzichten. Den Kontakt zu den Lieben zu Hause hält der Extrem-Camper durch eine weltweite Satellitenverbindung.

Ausgebaute Kastenwagen liegen im Trend

Ein echter Trend sind zum Reisemobil ausgebaute Kastenwagen. Solche Reisemobile können im Alltag daheim als ganz normales Fahrzeug für Arbeit und Einkauf benutzt werden. Im Urlaub bieten sie bis zu vier Personen Platz.

Das Einsteigemodell Capetown von Hymer gibt es auf der Basis eines Fiat Ducato ab 45.900 Euro. Auf der Basis eines VW T5 muss der Campingfreund mindestens 56.900 Euro auf die Ladentheke legen.

Der Kastenwagen hat einen Mittelgang und rechts und links im Heck zwei Möbelblöcke. Auf der Beifahrerseite befindet sich der Küchenblock, gegenüber ein Bettkorpus. Dieser kann mit wenigen Handgriffen entfernt werden, was das Ladevolumen des Reise-Vans um 420 Liter vergrößert.

Multimobil baut eine Mischform aus Reisemobil und Caravan

Ein Hingucker ist das Multimobil MM 7.5, eine Mischform aus Reisemobil und Caravan. Das edle Gefährt besteht aus einem VW T5 als Zugfahrzeug nebst Aufleger als Wohn-Sattelzug. An der Spitze des Auflegers befindet sich der Hauptschlafraum mit einer Liegefläche von 200 Mal 180 Zentimetern und je einem Fenster pro Fahrzeugseite. Die Firma aus Österreich hat die komplette Technik – von der Klimaanlage über die Heizung bis zum Wasserspeicher und dem Notstromaggregat – im Zwischenboden untergebracht.

Alle Drähte laufen in einer E-Box zusammen. Der Fahrer des MM 7.5 hat per Touchscreen-Display stets den Überblick über alle Füll- und Vorratszustände. Die beiden Frisch- und Abwassertanks fassen je 200 Liter, den Strom liefern zwei 100 Ah-Akkus in Verbindung mit einem 25-A-Ladegerät.

In einer vom Wohnbereich getrennten Heck-Garage kann der Campingfreund sein Motorrad oder Werkzeug mitnehmen. Der Preis für diese individuelle Form des Campens: mindestens 88.500 Euro.

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Von Detlef Stoller
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