27.08.2015, 14:30 Uhr | 0 |

KOOPERATION MIT UNIVERSITÄT ARIZONA Fahrdienstvermittler Uber investiert in autonome Autos

Uber investiert in die Entwicklung autonomer Autos: Der umstrittene Fahrdienstvermittler hat einen Kooperationsvertrag mit der Universität Arizona geschlossen. Dort entwickeln die weltbesten Optikexperten bessere Kameras für die Steuerung selbstfahrender Autos. 

Filiale des Fahrdienstvermittlers Uber
Á

Filiale von Uber: Der Fahrdienstvermittler arbeitet mit der Universität Arizona zusammen, um neue Kameras für autonome Autos zu entwickeln. 

Foto: Christoph Dernbach/dpa

Erst vor kurzem hat Uber wieder jede Menge Geld eingesammelt: Rund 1 Milliarde $ sollen Investoren dem US-Unternehmen überwiesen haben, damit es weltweit expandieren kann. Dass sich auch Microsoft an der Investorenrunde beteiligt hat, hat einige Leute hellhörig gemacht. Gut möglich, dass der Softwareriese indirekt Google Konkurrenz auf einem ganz bestimmten Gebiet machen will: Die Google-Gründer Brian Page und Sergey Brin stecken seit Jahren viel Geld in die Entwicklung des selbstfahrenden Autos, in dem es keinen menschlichen Fahrer mehr gibt, sondern nur noch Passagiere.

Schulterschluss mit der Universität Arizona

Während Google die ersten autonomen Fahrzeuge seit Ende Juni bereits auf öffentlichen Straßen durch das kalifornische Mountain View rollen lässt, sucht Uber nun den Schulterschluss mit der Spitzenforschung und hat einen Kooperationsvertrag mit der Universität Arizona geschlossen. Deren Institut für Optik gilt als besonders renommiert – immerhin drei Physik-Nobelpreisträger lehrten oder lehren dort. Schon seit Anfang des Jahres arbeitet Uber mit einer Universität in Pittsburgh zusammen.

Ziel der neuen Partnerschaft ist es vor allem, die Kameras weiterzuentwickeln, die für die präzise Steuerung selbstfahrender Autos unabdingbar sind. „Wir werden mit einigen der weltbesten Experten für Linsen-Design zusammenarbeiten, um die eingefangenen Bilder zu verbessern“, erklärt Uber.

Außerdem arbeiten die Forscher an besonders präzisen Karten. Deshalb will das Unternehmen in Tucson, wo die Universität ihren Sitz hat, auch seine Kartendienst-Testfahrzeuge fahren lassen. Über die Kooperation hinaus spendet Uber 25.000 $ an das Institut, um dort den Nachwuchs zu fördern.

Auch große Hersteller arbeiten am autonomen Auto

Die Entwicklung der autonomen Autos geht in hohem Tempo voran. Arbeiteten zunächst nur Technologie-Konzerne mit viel Geld – wie die Google-Chefs – daran, so sind inzwischen auch die großen Autohersteller auf diesem Feld aktiv. Daimler beispielsweise testet bereits teilautonome Lkw auf amerikanischen Straßen.

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Von Werner Grosch
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