06.12.2013, 13:08 Uhr | 0 |

TÜV-Report 2014 Deutsche Autos auf Spitzenplätzen im HU-Ranking

Im aktuellen TÜV-Ranking der erfolgreichsten Autos in der Hauptuntersuchung gibt es einen Sieger: den Opel Meriva. Mit ihm landete zum zweiten Mal in Folge ein deutsches Auto auf dem ersten Platz. Schlusslicht des Rankings ist der Dacia Logan. 

Opel Meriva gewinnt HU-Ranking des TÜV
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Grund zur Freude bei deutschen Autoherstellern: 26 deutsche Fabrikate landeten im TÜV-Report 2014 in den Top Ten der zuverlässigsten Autos. In der Kategorie der bis zu dreijährigen Fahrzeuge gewann der Opel Meriva.

Foto: TÜV Rheinland

Deutsche und japanische Fabrikate schnitten bei den Hauptuntersuchungen des TÜV am besten ab. Auf dem zweiten Platz landete der Mazda 2, gefolgt vom Toyota IQ. In der jüngsten Altersklasse der bis zu dreijährigen Fahrzeuge gehörten auch der Porsche 911, BMW Z4, Audi Q5 und A3 sowie Mercedes Benz GLK zu den zehn Bestplatzierten. Über alle Altersklassen verteilt finden sich auf den zehn ersten Plätzen 26 deutsche Fabrikate und 25 Modelle aus Japan.

Jeder fünfte Dacia Logan übersteht erste Hauptuntersuchung nicht

Das Schlusslicht des Rankings: der Dacia Logan. Schon bei der ersten Hauptuntersuchung wird jeder fünfte wegen erheblicher Mängel wieder zurück in die Werkstatt geschickt. Nicht viel besser schnitten unter den zwei- bis dreijährigen Autos der Fiat Panda und der Citroen C4 ab. 17,1 Prozent der italienischen Kleinwagen und 16,6 Prozent des französischen Modells bekamen schon bei der ersten TÜV-Untersuchung die Plakette nicht auf Anhieb.

Mangelhafte Beleuchtung war bei vielen Autos der Grund, warum es erstmal keine Plakette gab. Schon bei sieben Prozent der dreijährigen Wagen leuchtet das Licht nicht nach Vorschrift, bei den elfjährigen war jedes vierte Fahrzeug betroffen. „Bei der Beleuchtung sind vor allem die Autofahrer und die Werkstätten in der Verantwortung“, sagt Klaus Brüggemann aus dem Präsidium des TÜV-Verbandes. „Mängel sind hier einfach zu erkennen und zu beheben.“

Immer mehr Autos haben gar keine oder schwerwiegende Mängel

Insgesamt waren 60 Prozent der untersuchten Fahrzeuge mängelfrei: Für ein Viertel hieß es allerdings: ab in die Werkstatt – sie hatten erhebliche Mängel. Beide Zahlen sind seit dem vergangenen Jahr gestiegen. „Beim TÜV-Report 2014 machen sich erstmals die gesetzlichen Änderungen bei der Hauptuntersuchung bemerkbar“, erläutert Brüggemann. Zum einen wurden mehr Mängel als erheblich eingestuft. Zum anderen hatten Prüfer jetzt die Möglichkeit, Empfehlungen im Prüfprotokoll zu dokumentieren, anstatt einen geringen Mangel zu vergeben – damit steigt die Zahl der mängelfreien Autos.

Sicherheit und Umweltfreundlichkeit nimmt der TÜV an deutschen Autos alle zwei Jahre unter die Lupe. Und – wie nicht anders zu erwarten – steigt die Zahl der sicherheitsrelevanten Mängel mit dem Alter der Fahrzeuge. Nur jeder zehnte Wagen fällt schon bei seiner ersten Untersuchung durch, jeder dritte ist es bei den zehn- bis elfjährigen. Der Anteil der Fahrzeuge ohne Mängel sinkt von 84,2 Prozent bei den zwei- bis dreijährigen auf 48,9 Prozent bei den zehn- bis elfjährigen. Bevor es für sie die Plakette gibt, steht erst ein Werkstattbesuch an. Bei 0,1 Prozent aller Autos hilft auch der nicht mehr: Sie werden vom TÜV sofort als verkehrsunsicher stillgelegt. 

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Von Andrea Ziech
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