15.01.2014, 09:57 Uhr | 0 |

WEITERER ZUWACHS ERWARTET Deutsche Autobauer setzen auf die USA

Vor allem die Premium-Hersteller unter den Autobauern wollen ihre Produktion in den USA ausweiten. Auf der Detroit Auto Show werben sie derzeit mit neuen Modellen um Kunden auf dem zweitgrößten Automarkt der Welt. Wie stark dieser Markt 2014 wachsen wird, ist allerdings umstritten.

Neue C-Klasse von Mercedes
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Sportlicher und komfortabler präsentiert sich die neue C-Klasse von Mercedes auf der Detroit Auto Show. 

Foto: Daimler

Wenn es nach den Branchenexperten von PWC geht, hält der Boom auf dem US-Automarkt auch in diesem Jahr an. Mit rund elf Prozent Wachstum rechnet die Beratungsgesellschaft. Das wäre noch einmal eine Steigerung gegenüber 2013, als der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr acht Prozent betrug. 15,5 Millionen Autos kauften die Amerikaner im vergangenen Jahr, davon trugen 625.000 ein deutsches Markenzeichen.

Der Verband der Deutschen Automobilindustrie (VDA) ist vorsichtiger und rechnet nur noch mit drei Prozent Wachstum. Die Erholungsdynamik der vergangenen drei Jahre sei müsse sich irgendwann abschwächen, heißt es hier. Obwohl Welten zwischen diesen Prognosen liegen, ist eines deutlich sichtbar: Vor allem Premium-Marken wie BMW und Mercedes setzen wieder stärker auf die USA. Auch, weil die Wachstumsraten in China abflauen.

Hersteller investieren Milliarden

Mercedes wird beispielsweise in diesem Jahr mit der Fertigung der neuen C-Klasse im Werk Tuscaloosa beginnen. BMW hat in den vergangenen fünf Jahren bereits rund 1,5 Milliarden Euro in US-Standorte investiert und produziert hier die erfolgreiche X-Geländewagenreihe. Zu den derzeit rund 31.000 Mitarbeitern in den US-Werken deutscher Autobauer sollen in diesem Jahr noch mehrere hundert dazukommen.

Bei VW läuft bereits ein Programm, das bis 2018 rund sieben Milliarden Euro in die Standorte USA und Mexiko pumpt. 2016 soll ein neues Audi-Werk eröffnet werden, neue Varianten des Golf 7 sollen den Absatz in den USA ankurbeln. Denn Volkswagen hat im Gegensatz zu der heimischen Konkurrenz im vergangenen Jahr dort weniger Autos abgesetzt als zuvor.

Sportliche neue Modelle

Die derzeit laufende Detroit Auto Show zeigt die Strategie, mit der die deutschen Hersteller aus dem US-Markt weiterhin Erfolg haben wollen: Sportliche, leichte, dynamische Modelle mit viel Komfort. So bietet Mercedes in der neuen, schlankeren C-Klasse einige technische Features, die bislang der S-Klasse vorbehalten waren – darunter einige Assistenzsysteme. BMW bringt mit dem 2er gleich eine ganz neue Baureihe an den Start, die den etwas schwächeren 1er ablösen soll. Und auch VW setzt auf Spritzigkeit: Das Konzeptauto Beetle Dune ist mit einem 210 PS starken Vierzylinder-Turbo ausgestattet. Die Tochter Audi präsentiert derweil einen Ausblick auf den neuen TT, der mit seinem neuen virtuellen Cockpit im Herbst auf den Markt kommen soll.

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Von Werner Grosch
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