06.01.2014, 14:07 Uhr | 0 |

Elektronikmesse CES in Las Vegas „Wearable“ Elektronik offenbar vor dem Durchbruch am Markt

Das Wechselspiel von „immer größer“ gegenüber „immer kleiner“ scheint zu den Attraktionen der Elektronikmesse CES 2014 zu gehören. Während die Fernseh-Bildschirme immer größer werden, gibt es fast unzählige elektronische Produkte, deren Miniaturisierung noch lange nicht zu Ende ist. Dabei scheinen die „Wearables“ („Tragbaren“) dieses Mal tatsächlich vor dem Durchbruch zu stehen. 

Elektronik-Messe CES
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Ein junger Mann füllt am 5. Januar 2014 in Las Vegas bei der Veranstaltung "Unveiled" im Rahmen der Elektronik-Messe CES (Consumer Electronics Show) sein Glas an einer Eisskulptur. Die Messe läuft offiziell vom 7. bis 10.01.2014. 

Foto: dpa/Britta Pedersen

Die Tendenz zu extrem großen Fernsehbildschirmen ist seit längerem  zu beobachten und wird vor allem von den südkoreanischen Herstellern vorangetrieben. Es gibt aber bei den Fernsehgeräten in Las Vegas auch noch einige andere, besonders vielversprechende Trends: Dazu zählen gebogene, zumindest aber biegbare Bildschirme und eine Bildauflösung, die über High Definition noch deutlich hinausgeht und die als „ultrahochauflösend“ oder UHD apostrophiert wird. Dabei gehören in Las Vegas auch relativ kleine Geräte mit UHD-Leistung zur Schau. Sie sollen sogar preislich vergleichsweise erschwinglich sein.

Eine andere Entwicklung ist in Las Vegas jene, die den Internet-Zugang der Fernsehgeräte sichert. Das soll beispielsweise über das schon vor einigen Jahren entwickelte webOS-Betriebssystem geschehen. Aus asiatischer Sicht ist die CES 2014 zumindest bei Fernsehgeräten eine Veranstaltung, die ganz durch den faszinierenden Kampf der beiden Industrie-Mammuts dieses Geschäfts, sprich Samsung und LG, geprägt sein wird.

„Wearables“ gehören zu den Schwerpunkten der CES 2014

Unter „wearables“ versteht sich eine Elektronik, die von den Menschen im Alltag am Körper getragen wird. Das kann mit dem Verzicht auf Batterien beginnen, die durch die Stromproduktion aus Körperwärme von Pullovern, Hemden oder Jacken überflüssig werden. Das Hauptangebot aber sind die miniaturisierten Geräte, die von der Uhr bis zum Messgerät über Körperdaten beim Joggen oder sonstigem Sport bis hin zu Kleinstanzeigen reichen, die den Fußweg zum anvisierten Ziel genau aufzeigen. Entsprechend der Vielfalt der Fuktionen ist auch die Zahl der einschlägigen Anbieter extrem groß. Das reicht vom SatNav-Produzenten Gamin bis hin zu Google mit dessen neuen Varianten der Datenbrille und LG mit einem Fitnessarmband sowie Corning Glass. Letzere sollen ein Verfahren entwickelt haben, mit dem sich extrem kratzfestes Glas, wie es besonders für viele sportbezogene Kleinstgeräte benötigt wird, ungleich kostengünstiger als bisher produzieren lässt.

Über die „Wearables“ wird seit ein paar Jahren diskutiert. Auf der CES 2013 waren mehrere Neuentwicklungen zu sehen, die aber allesamt keinen großen Markterfolg hatten – wahrscheinlich weil die Endprodukte für die meisten potenziellen Käufer noch viel zu teuer waren. Das dürfte in diesem Jahr anders werden. So wächst die Zahl der Nutzanwendungen der „Wearables“ unverkennbar, während gleichzeitig die Herstellerkosten und damit die Endverkaufspreise klar nach unten gehen.

Bemerkenswert ist aber auch, dass immer mehr im Prinzip eigentlich Branchenfremde versuchen, sich den Nutzen der „Wearables“ zu eigen zu machen. Das beginnt mit Daimler Benz, die ermöglichen, dass die Fahrer einzelner Modelle auf ihrer „Uhr“ unter anderem nachschauen können, wieviel Treibstoff noch im Tank ihres Mercedes ist. Hyundai aus Korea versucht die Datenbrille einzusetzen. Sie soll es deutlich vereinfachen, das geparkte eigene Auto wiederzufinden. Über die Brille sollen auch der Motor gestartet sowie Ziele für das Navigationssystem an Bord des Fahrzeugs eingegeben werden können.

Grenze zwischen Laptop und Tablet verschwimmt immer mehr

Zu den wichtigsten Tendenzen auf der CES 2014 gehört, dass die Grenze zwischen Laptop und Tablet immer mehr verschwimmt. Der  chinesische Hersteller Lenovo bietet zugleich einen tragbaren Desktop mit einem Gewicht von nur noch sieben Kilogramm an, der über das Smartphone eine Vielzahl neuer Möglichkeiten für den schnellen Zugang zu Fotos, Musik, Filmen und vielerlei mehr bieten soll.

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Von Peter Odrich
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