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09.04.2013, 13:52 Uhr | 0 |

Exporte auf Rekordniveau Maschinenbau erwartet zwei Prozent Wachstum

Die deutsche Wirtschaft kommt wieder stärker in Fahrt: Für die hiesigen Maschinenbauer läuft es sogar sehr gut. Sie erzielten im letzten Jahr einen Exportrekord und erwarten 2013 weitere zwei Prozent Zuwachs. Und auch die Elektroindustrie erhofft sich ein Produktionswachstum von 1,5 Prozent in diesem Jahr.

Schutzmaske auf der Hannover Messe.
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Vorsichtig optimistisch blicken Maschinenbau und Elektroindustrie in die Zukunft. Die Branchenverbände VDMA und ZVEI gaben ihre Einschätzung auf der Hannover Messe bekannt. Dort gibt es am Stand der Firma Preising auch die abgebildete Schutzmaske zu sehen.

Foto: dpa/Marcus Brandt

Trotz Konjunkturflaute und Rückgang im China-Geschäft habe man im letzten Jahr ein Rekord-Plus von 5,1 Prozent erzielt, teilte Hannes Hesse, Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) auf der Hannover Messe mit. Grund für die positive Bilanz war der Zuwachs im Maschinenmarkt in den USA um 14,8 Prozent. Nach insgesamt 1,3 Prozent realem Produktionswachstum in 2012 wolle der VDMA 2013 ein Plus von zwei Prozent erreichen, erklärte Hesse. Gute Nachrichten also für die deutsche Konjunktur: Mit 978.000 Beschäftigten bleibt der Maschinenbau der größte industrielle Arbeitgeber in Deutschland.

Deutlich optimistischer als der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) mit 0,8 Prozent Wachstumsprognose blickt auch die Elektroindustrie in die Zukunft. Friedhelm Loh, Präsident des Zentralverbandes der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI),  erhofft 1,5 Prozent Produktionswachstum für 2013. Der Start in das neue Jahr sei gut gewesen, Produktion und Umsatz gestiegen. Der ZVEI gehe davon aus, dass die positive Dynamik im Jahresverlauf zunehmen und Erlöse von 173 Milliarden Euro bringen werde, sagte Loh auf der Hannover Messe.

Fachkräftemangel in der Elektrobranche

Allerdings sei auch der Konjunkturzyklus so politikabhängig wie nie zuvor und die Liste der Risiken lang. Die Regierungen müssten mit verlässlichen Rahmenbedingungen endlich wieder für eine nachhaltige Investitions- und Planungssicherheit sorgen, forderte Loh. Das betreffe vor allem die Energiewende in Deutschland, die Schuldenkrise im Euroraum, den Budgetstreit in den USA und den Reformstau in China.

Der Fachkräftemangel in der Elektrobranche sei spürbar. Mehr als ein Fünftel der 839.000 Beschäftigten seien Ingenieure, weitere drei Fünftel Fachkräfte. „Entsprechend wollen sieben von zehn Firmen bis 2014 mehr Elektroingenieure einstellen als in den Vorjahren“, betonte Loh.

Rund 8,7 Milliarden Euro habe die Branche im vergangenen Jahr für Anlagen investiert und 13,5 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Man wolle die vierte industrielle Revolution bis hin zur industriell vernetzten Produktion wesentlich mit vorantreiben, kündigte Loh an. „Aufgrund dieser Innovationsstärke ist die deutsche Elektroindustrie Vorreiter beim Thema Industrie 4.0 bzw. Integrated Industry“.

Das Leitthema der diesjährigen Hannover Messe, die „Integrated Industry“, bezieht sich auf die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung sämtlicher Produktionsebenen durch den Einsatz moderner Informationstechnik. In der „Industrie 4.0“, der so genannten „vierten industriellen Revolution“ werden zunehmend intelligente Maschinen, Lagersysteme und Betriebsmittel auftauchen, die autonom Informationen austauschen, Aktionen auslösen und sich gegenseitig selbstständig steuern.

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Von Gudrun von Schoenebeck
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