01.12.2014, 11:46 Uhr | 0 |

Selfies mit Nano-Drohne Follow-me-Modus: Quadkopter Zano ist immer nah dran

Zano ist ein winziger Quadkopter. Die Nano-Drohne ist mit einer 5 Megapixel-HD-Kamera und einem ganzen Bündel von Sensoren ausgestattet. Besonders praktisch ist der „Follow-me“-Modus. Auf Knopfdruck folgt Zano dann seinem Besitzer – hoch in der Luft. Ein persönlicher Paparazzi sozusagen. 

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Und jetzt schnell ein Selfie? Die Minidrohne Zano macht es möglich. Über den Follow-me-Modus. 

Foto: Torquing Group Ltd.

Sie darf zu Recht handlich genannt werden – die Nano-Drohne mit dem hübschen Namen Zano. Dieser Quadkopter hat das Gardemaß von 6,3x6,3 Zentimeter und wiegt nicht einmal 55 Gramm. Trotzdem hat Zano eine Videokamera mit einer Auflösung von fünf Megapixeln an Bord, die mit einem optischen Bildstabilisator ausgestattet ist. Die Digitalkamera ist ein Smartphone-Modul. Auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter sammelt das britische Startup Torquing Group um den Erfinder Ivan Reedman noch bis zum 8. Januar 2015 Geld ein, um die Nano-Drohne Zano zu finanzieren.

Kickstarter-Mindesthürde hat Zano locker genommen

Die Mindestsumme von 125.000 britischen Pfund sind mit aktuell 168.531 britischen Pfund bereits eingesammelt. Im Juni 2015 soll die Nano-Drohne in den Handel kommen. Zunächst ist die Auflösung der HD-Kamera auf 720p begrenzt. Zu einem späteren Zeitpunkt kann der aber via Software-Update auf 1080p mit 60 Bildern pro Sekunde heraufgesetzt werden.

Der Drohnenzwerg bietet einige Besonderheiten. So kommt Zano mit einem „follow me“ genannten Modus daher. Dann folgt die Drohne dem Akteur auf Schritt und Tritt. Damit wird es möglich, zum Beispiel eine spektakuläre Mountainbike-Abfahrt auf den Punkt zu dokumentieren oder die sensationellen Sprünge mit dem Snowboard für die Ewigkeit festzuhalten.

Maximale Entfernung beträgt 30 Meter

Der Besitzer kann seiner Drohne auch GPS-Koordinaten eingeben, die von der Drohne dann angesteuert wird. Dort bleibt sie dann in der Luft stehen. So kann Zano Fotos oder Videos aus der Vogelperspektive aufzeichnen. Die maximale Entfernung vom Smartphone des Besitzers ist 30 Meter. Zano kann nicht verloren gehen. Sollte die Verbindung vom Smartphone zur Nano-Drohne abreißen, so leitet Zano automatisch ein weiches Landemanöver ein.

Infrarot-Sensor dient der Hindernisortung

Zano ist vollgestopft mit Sensoren: Die Drohne verfügt über GPS zur Positionserkennung und hat einen Infrarotsensor für die Hindernisortung. Sonar und Luftdrucksensoren bestimmen die Flughöhe. WLAN wird zur Datenübertragung genutzt. Ein Mikrofon liefert die Audiospur zum Bild. Die Höchstgeschwindigkeit der Nano-Drohne liegt bei 40 Kilometer pro Stunde.

Eine Akkuladung reicht für einen Flug von 15 Minuten Dauer. Man kann die handliche Drohne mittels Gesten steuern. Sie folgt den Bewegungen, die der Besitzer mit seinem Smartphone vorgibt: rechts, links, vor, zurück.

Je nach Kickstarter-Summe gestaffelte Entwicklungsziele

Zano soll einmal 175 Euro kosten. Die Macher um Ivan Reedman haben sich – je nach Kickstarter-Ergebnis – weitere Ziele mit Zano gesetzt. Das erste, Zano überhaupt bauen zu können, ist ja bereits erreicht. Kommen bis zum 8. Januar 2015 auf Kickstarter 250.000 britische Pfund zusammen, wollen die Entwickler 180 und 360 Grad Panorama-Aufnahmen in die Nano-Drohne integrieren.

Videoquelle: Torquing Group Ltd.

Ab 750.000 britischen Pfund soll Zano mit einer Bilderkennung ausgestattet werden, damit sie Motive verfolgen kann. Schafft Zano es bei Kickstarter gar auf eine Million Pfund, gibt es die Zano-Bildbearbeitungs-Suite oben drauf. Damit lassen sich Bildfilter zur kreativen Gestaltung auf die Fotos oder Videos legen, Musik, Text und Sprachaufnahmen ebenfalls.

Bei zwei Millionen Pfund wird Zano schwarmfähig

Spannend wird es, wenn die kleine Drohne die Marke von zwei Millionen Pfund knackt. Dann, so versprechen Entwickler, wird Zano schwarmfähig. Das heißt: Mehrere Nano-Drohnen ließen sich künftig von einem Smartphone steuern. Generell gilt: Die Zano-Drohne ist mit Android und mit iOS-Geräten kompatibel.

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Von Detlef Stoller
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