12.02.2016, 08:51 Uhr | 0 |

Bautec 2016 Messe widmet sich günstigen Wohnungen und Hackerangriffen am Bau

Der Bau günstigen Wohnraum ist eines der zentralen Themen der Baufachmesse Bautec, die vom 16. bis 19. Februar in Berlin stattfindet. Die Bautec ist eine der bedeutendsten Baufachmessen des Landes. Weitere Schwerpunkt sind der IT-Einsatz in der Metallindustrie und die energetische Modernisierung. 

Baustelle des neuen Berliner Stadtschlosses
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Baustelle des Berliner Stadtschlosses in Berlin im Sommer 2015: Die Baufachmesse Bautec beschäftigt sich in diesem Jahr nicht mit Großprojekten, sondern vor dem Hintergrund der Flüchtlingskrise unter anderem mit dem Bau günstigen, aber nachhaltigen Wohnraums.

Foto: Jens Kalaene/dpa

Nahezu alle Fachgebiete der Baubranche werden ab dem kommenden Dienstag auf der Bautec am Berliner Funkturm neue Entwicklungen vorstellen. Mehr als 500 Aussteller aus 17 Ländern erwartet die Branche in Berlin. Mit besonders vielen Ausstellern ist die Baustoffindustrie sowie die Gebäudetechnik vertreten – letztere mit den Schwerpunkten Sanitär, Lüftung und Heizung.

Auch in ihrer 17. Auflage stellt sich die Bautec in zahlreichen Veranstaltungen den aktuell wichtigsten Fragen der Branche. Wohl selten waren diese von so hoher gesellschaftspolitischer Aktualität wie in diesem Jahr.

Schwerpunktthema günstiges, nachhaltiges Bauen 

Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der zahlreichen Flüchtlinge im Land wird günstiger und qualitativer Wohnraum schnell benötigt. „Vor dem Hintergrund der hohen Nettozuwanderung nach Deutschland brauchen wir jährlich 140.000 Mietwohnungen zusätzlich“, sagte Michael Knipper, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, bei der Vorstellung des Messeprogramms. „Diese Aufgabe ist nur zu schaffen, wenn wir uns auf das serielle Bauen konzentrieren, das heißt statt Unikate zu fertigen, müssen wir Prototypen planen, die dann deutschlandweit in Serie umgesetzt werden.“

Und so heißt es „Kostenbewusst planen und bauen – Wohnungsbau voranbringen“ am Eröffnungstag (16. Februar) auf einem Kongress des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). Ab 11 Uhr fragt Bundesumweltministerin Barbara Hendricks beispielsweise, was die Branche für eine gelingende Wohnungsbauoffensive alles leisten muss.

In Anlehnung an das Thema wird es über alle vier Messetage eine Sonderschau zum günstigen, aber nachhaltigen Wohnungsbau geben. Dort präsentieren Unternehmen und Dienstleister Handlungsempfehlungen, wie die enorme Wohnungsnot noch in diesem Jahr abgemildert werden kann.

Abwehr von Hackern, Viren und Trojanerin

Ein weiterer Schwerpunkt der Bautec sind die Chancen und Risiken der Softwarenutzung in der Baubranche. Auch in der Bauindustrie nimmt die Digitalisierung ständig zu. Datenklau, Viren und Hacks – diesen Ärgernissen widmet sich am 18. Februar die in die Bautec integrierte Messe und Konferenz „metall IT“.

 

In Zeiten von Industrie 4.0 kann ein auf den ersten Blick unscheinbarer Computer-Eindringling theoretisch die gesamte Produktionskette lahmlegen. Das Angebot im Marshall-Haus richtet sich primär an Metallbauer, Planer, Architekten, Bauingenieure sowie mittelständische Unternehmen.

Softwareanbieter werden zeigen, wie sich die metallverarbeitende Industrie erfolgreich gegen digitale Schädlinge schützen kann. Zudem wird der Frage nachgegangen, wie das Instrument IT aktiv genutzt werden kann, um Unternehmensprozesse im Sinn einer höheren Wettbewerbsfähigkeit zu erleichtern.

Energetische Modernisierung weiterer Schwerpunkt

Das dritte große Thema der Bautec 2016 ist die energetische Modernisierung von Wohnraum. Unter Federführung des Bundesverband Altbauerneuerung (BAKA) wird den Besuchern in mehreren Veranstaltungen Grundlegendes und Spezialwissen zu Energieeffizienz, aber auch zu barrierefreiem Wohnen vermittelt. Die Agenda vom 16. bis 19. Februar umfasst unter anderem das Forum „Zukunft Bau – Praxis Altbau“, den „Innovations-Point“ sowie den „Hochschultag“.

Wenn Sie vor dem Beginn der Messe noch Zeit haben: Hier ist der Bericht über das mit über fünf Milliarden Dollar teuerste Gebäude der Welt. Das wird gerade in den USA gebaut.

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Von Jan-Martin Altgeld
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