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Ausgewählte Ausgabe: 9-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Wind im Blick

LEITWARTE | Bis 2015 ließ die windpunx GmbH & Co. KG, nach eigenen Angaben einer der größten technischen Betriebsführer für Onshore-Windparks in Deutschland, die von ihm betreuten Windparks anhand eines dezentralen Servicesystems überwachen. Um die Ressource Wind auch in Zukunft optimal zu nutzen und die Performance der Anlagen weiter zu verbessern, ließ das Oldenburger Unternehmen jedoch zusätzlich eine zentrale, rund um die Uhr besetzte Leitwarte einrichten. Mit der Umsetzung der „Windpunx Powerbox“ am Standort Kleinmachnow bei Berlin wurde die Jungmann Systemtechnik GmbH & Co. KG (JST), Buxtehude, beauftragt, die einen repräsentativen Kontrollraum mit ergonomischen Arbeitsplätzen für zwei Mitarbeiter im First-Level-Support realisierte. Auf den dort vorhandenen Multikonsolen sowie der proaktiven Großbildwand können nun mittels einer speziellen MultiConsoling-Hardware verschiedene Überwachungssysteme flexibel aufgerufen und bedient werden.


Um die Ressource Wind auch in Zukunft optimal zu nutzen und die Performance der Anlagen weiter zu verbessern, ließ windpunx eine zentrale, rund um die Uhr besetzte Leitwarte einrichten.

Um die Ressource Wind auch in Zukunft optimal zu nutzen und die Performance der Anlagen weiter zu verbessern, ließ windpunx eine zentrale, rund um die Uhr besetzte Leitwarte einrichten.

Die Leitwarte übernimmt unter anderem die Analyse und Dokumentation aller eingehenden Anlagen- und Wetterdaten, das Entstörungsmanagement sowie die Koordination interner und externer Mitarbeiter vor Ort in den Windparks. Das Personal der dezentralen Servicestationen kann sich dadurch intensiver um die Betreuung der Anlagen kümmern, zudem sind die Reaktionszeiten deutlich verkürzt.
Derzeit betreut windpunx deutschlandweit 71 Windparks mit fast 400 Anlagen und einer installierten Leistung von rund 750 MW. „Um deren Effizienz zu gewährleisten, müssen vor Ort regelmäßig eine ganze Reihe von Aufgaben erledigt werden, zum Beispiel die Durchführung von regelmäßigen Anlagenbegehungen, Zustandsanalysen, Rotorblatt-Prüfungen oder Entstörungen“, erklärt Yannic Jenzevski, Executive Manager bei windpunx. Um die Anfahrtswege zu den jeweiligen Parks so kurz wie möglich zu halten, richtete das Unternehmen ursprünglich eine dezentrale Struktur mit auf das ganze Bundesgebiet verteilten Servicestationen ein. Die zuständigen Betriebstechniker, die so genannten Technical Operators, hatten dabei eine Doppelrolle: Sie arbeiteten nicht nur direkt in den Windparks, sondern übernahmen unter anderem auch die Fernüberwachung sowie das gesamte Dispatching der Anlagen.

Mehr Effizienz durch neue Leitwarte

Diese Kombination von Aufgaben führte im Arbeitsalltag zu Zeitverzögerungen: „Nehmen wir an, dass eine Anlage stillsteht. Früher hat der Technical Operator dann eine Benachrichtigung auf sein Handy bekommen“, so Jenzevski. „Sobald er die eingegangene Nachricht bemerkt hat, ist er zur Anlage gefahren, hat dort die Fehlerquittierung und Gefahrenbeurteilung vorgenommen sowie – wenn möglich – die Anlage wieder gestartet.“

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