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Ausgewählte Ausgabe: 7/8-2017 Ansicht: Modernes Layout
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SOLARTHERMIE | Auch in 2017 wird der österreichische Klima- und Energiefonds solarthermische Großanlagen im eigenen Land fördern. Dass die bisher bezuschussten Anlagen in der Regel verlässliche und zufrieden stellende Solarerträge einbringen, zeigt ein seit mittlerweile sieben Jahren laufendes Monitoring-Programm an ausgewählten Anlagen.


Neue Kollektortypen bieten mehr Möglichkeiten für Wärmenetze. Im Bild die solare Einspeisung in das Fernwärmenetz Graz.

Neue Kollektortypen bieten mehr Möglichkeiten für Wärmenetze. Im Bild die solare Einspeisung in das Fernwärmenetz Graz.

Als der österreichische Klima- und Energiefonds 2010 beschloss, große Solarwärme-Anlagen mit einem eigenen Programm zu fördern, entschied er sich zugleich für ein umfangreiches wissenschaftliches Begleitprogramm. Dieses beginnt schon in der Planungsphase: Wer einen Zuschuss beantragt, kommt in den Genuss eines ausführlichen Beratungsgesprächs mit erfahrenen Solarwissenschaftlern. Insgesamt 282 solcher Gespräche wurden seit 2010 geführt. Besonders groß ist das Interesse dabei an Solaranlagen für die Einspeisung in Wärmenetze sowie an Anlagen, die einen großen Teil der Wärme für Gewerbe und Dienstleistungsunternehmen liefern. „Bei den Beratungsgesprächen geht es nicht nur um das Solarsystem, sondern um die gesamte Wärmeversorgung einschließlich der Nachheizung, Wärmespeicherung, Regelung, Wärmeverteilung und Wärmeabgabe“, erklärt Christian Fink, Projektleiter und Leiter des Bereiches Thermische Energietechnologien und hybride Systeme des AEE Instituts für Nachhaltige Technologien (AEE Intec).
Von den geförderten Solaranlagen wählte eine internationale Expertenjury 82 aus, um sie ein Jahr lang detailliert zu beobachten. Dabei waren vor allem Anlagen mit innovativen Technologien interessant, die sich idealerweise auch gut auf andere Anwendungen übertragen lassen. Mit der Beratung und dem Monitoring will der Klimafonds sicherstellen, dass sich die Förderung auch in Form von Emissionssenkungen bemerkbar macht. Für das Monitoring ist ein Konsortium unter der Leitung von AEE Intec verantwortlich. Von den ausgewählten Anlagen haben mittlerweile 37 das vorgesehene Jahr im Monitoring durchlaufen. „Die meisten Solaranlagen haben in dieser Zeit verlässlich funktioniert“, fasst Fink zusammen. Der jährliche Ertrag liegt im Schnitt bei 368 kWh pro m2 Aperturfläche. „Das ist ein zufrieden stellender Wert. Zudem stimmt der Ertrag in der Regel gut mit dem überein, was vorher berechnet wurde“, sagt Fink. Darüber hinaus zeichnen sich aus dem Monitoring-Programm einige Trends ab.

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