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Ausgewählte Ausgabe: 6-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Der Bereich hinter den Flammen

VORBEUGENDE INSTANDHALTUNG | Eine Vielzahl von Industriezweigen setzt Öfen und Kessel für Herstellungsprozesse ein. Aber diese sind mitunter aufgrund zahlreicher Ursachen störanfällig – unter anderem Verkokungen, die sich an den Rohrinnenwandungen festsetzen und dadurch den Durchfluss behindern, Schlackenbildung an der Außenwand von Rohrleitungen, Beschädigung der Klinkersteine, Unterkühlung oder Überhitzung, Beflammung der Rohre aufgrund falscher Brennerausrichtung sowie austretende Produkte, die sich entzünden und die Anlage ernsthaft beschädigen können. All dies führt nicht nur zu Qualitätsproblemen, sondern kann zum völligen Stillstand der Anlage führen. Die Infrarotkameras der Flir Systems GmbH, Frankfurt am Main, können die meisten dieser Störquellen in einem frühen Stadium während des Betriebs aufspüren, so dass Produktionsausfälle verhindert werden. Dadurch ist es möglich, die Anlage kontrolliert herunterzufahren und die entsprechenden Bauteile zu reparieren oder zu ersetzen, so dass insgesamt Wartungskosten und Produktionseinbußen gesenkt werden.


Ein Mitarbeiter von Petroval bei der Untersuchung eines Destillationsofens für Rohöl.

Ein Mitarbeiter von Petroval bei der Untersuchung eines Destillationsofens für Rohöl.

Als eines der ersten hat das französische Unternehmen Petroval die Möglichkeiten erkannt, die die Wärmebildtechnik für technische Untersuchungen von Industrieanlagen eröffnet. „Vor der Einführung der Wärmebildkameras gab es keine umfassenden Methoden, eine Anlage während des Betriebs auf Fehler hin zu untersuchen“, sagt Jean-François Tournieux, Projektleiter bei Petroval. „Mit den Infrarotkameras von Flir steht eine zerstörungsfreie Untersuchungsmethode zur Verfügung – und das während des Betriebs – so dass genaue Aussagen getroffen werden können, bis zu welchem Durchsatz eine Produktion noch sicher ist.“
Eigentümer der im Jahr 1990 gegründeten Petroval, dessen Hauptsitz sich in der französischen Normandie befindet, sind Total und Eurecat. Neben der Zentrale in Le Havre unterhält das Unternehmen vier Vertretungen in Europa, USA, Asien sowie dem Mittleren Osten und hat zusätzlich ein weltweites Netzwerk mit lokalen Partnern aufgebaut, 80 % der Aufträge werden außerhalb von Frankreich ausgeführt.

Gekühlt und ungekühlt

Das Unternehmen arbeitet mit drei Wärmebildkameras. Eine davon besitzt einen gekühlten Detektor, die beiden anderen einen ungekühlten. Die gekühlte Wärmebildkamera ist die Flir Agema 550 mit Hitzeschutzschild und Flammenfilter. Sie wird vor allem für Inspektionen an den Innenseiten der Öfen eingesetzt. Bei den beiden ungekühlten Wärmebildkameras handelt es sich um die Flir ThermaCAM P50F, ebenfalls mit Flammenfilter, und die Flir P640, die überwiegend für die Überprüfung der Isolierung von außen verwendet wird.
Aus Sicht der Techniker sind alle drei Infrarotkameras wichtige Werkzeuge für ihre Aufgaben. „Die Agema 550 ist sehr genau und empfindlich. Die ThermaCAM P50F reagiert nicht so sensibel bei kleinen Temperaturunterschieden, aber da sie einen ungekühlten Detektor besitzt ist sie wartungsfrei und schneller betriebsbereit.

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Autoren

 Thomas Jung

Sales Manager Distribution Central Europe, FLIR Systems GmbH, Frankfurt am Main,
thomas.jung@flir.de

 

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