Noch keinen Zugang? Dann testen Sie unser Angebot jetzt 3 Monate kostenfrei. Einfach anmelden und los geht‘s!
Angemeldet bleiben
Ausgewählte Ausgabe: 6-2017 Ansicht: Modernes Layout
| Artikelseite 1 von 2

Automobilzulieferer mit neuem Werk

ENERGIEVERSORGUNG | Die SMP Automotive Exterior GmbH, Teil der international tätigen indischen Samvardhana-Motherson-Gruppe, hat ihren Neubau für die Stoßfängerproduktion im oberpfälzischen Schierling innerhalb von rund zwei Jahren geplant und gebaut. Trotz des großen Kosten- und Zeitdrucks sollte das Werk mit moderner Technik ausgestattet werden. Deshalb beauftragte der Automobilzulieferer die Gammel Engineering GmbH, Abensberg, mit der Planung der kompletten Versorgungstechnik. Für die Ingenieure war die Verbindung einer außergewöhnlichen Architektur und den hohen technischen Ansprüchen eine interessante Herausforderung.


Für das neue Werk des Automobilzulieferers SMP in Schierling übernahm das Abensberger Ingenieurbüro Gammel Engineering die Planung für die komplette technische Gebäudeausrüstung.

Für das neue Werk des Automobilzulieferers SMP in Schierling übernahm das Abensberger Ingenieurbüro Gammel Engineering die Planung für die komplette technische Gebäudeausrüstung.

Nur ein dreiviertel Jahr dauerte die Planungsphase für das neue SMP-Werk in der Oberpfalz, Ende des Jahres 2013 begannen die Bauarbeiten. Im November 2014 konnte daraufhin bereits die Produktion gestartet werden. Die komplette technische Gebäudeausrüstung ist nach dem neuesten Stand errichtet. Verantwortlich dafür war Gammel Engineering. Das Ingenieurbüro plante und realisierte die gesamte Versorgungstechnik des 40 000 m2 großen Werkes.

Mit Blick auf die Energieeffizienz

S-BB9217 Gammel_B1.tif

In der zweistöckigen Druckluftzentrale wurden die vier Kompressoren mit je 20 m3 (i.N.)/min mit Wärmerückgewinnung ausgestattet. Die Abwärme dient zur Beheizung des Hochregallagers.

In dieser Größenordnung hat das Ingenieurbüro bereits mehrere Industriestandorte geplant und konnte so Erfahrungen aus der Zusammenarbeit mit anderen großen Unternehmen mitbringen. „Der Kosten- und Termindruck war uns bereits aus früheren Projekten bekannt“, sagt Marcel Lorenz, Diplom-Ingenieur für Umwelt- und Versorgungstechnik, der das Projekt bei Gammel Engineering leitete.
Vorrangig sollte jedoch eine hohe Energieeffizienz gewährleistet werden. Dafür plante das Ingenieurbüro eine Energiezentrale mit 4 MW Feuerungsleistung, 4 MW Kälteleistung und 7 MW Elektroenergie mit einer Spannung von 20 kV. Um den Energieverbrauch möglichst niedrig zu halten, wird – so weit möglich – Abwärme genutzt, beispielsweise bei den Lüftungsanlagen in der Spritzgusshalle. Dort kommen drei Geräte mit jeweils 30 000 m3/h Luftleistung zum Einsatz.

Seite des Artikels
Autoren

 Thomas Winkler

Gammel Engineering GmbH, Abensberg

Verwandte Artikel

Energieverbundzentrale versorgt Industrie und kommunale Einrichtungen

Eine anwendungsorientierte Emissionsbilanz

Durch ausgeklügelte Energieversorgung CO2-neutral

Datenbankbasiertes Wärmesenkenkataster

Effizienzsteigerung durch Kraft-Wärme-Kopplung