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Ausgewählte Ausgabe: 6-2017 Ansicht: Modernes Layout
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VDI-GEU: Kraft-Wärme-Kopplung in der Energiewende

KWK | Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI), Düsseldorf, in dem über 150 000 Fachleute aus Wissenschaft und Technik zusammengeschlossen sind, stellt in dem vorgelegten Papier seine Auffassung zur Rolle und zukünftigen Entwicklung der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) im Rahmen der Energiewende dar.


Hauptziel der Energiewende ist die drastische Reduzierung von klimaschädlichen Emissionen in den kommenden zwei bis drei Jahrzehnten, um einen wirksamen Beitrag zu leisten, den globalen Temperaturanstieg auf der Erde zu stoppen. Die Hauptwege zur Umsetzung der Energiewende sind der zunehmende Einsatz erneuerbarer Energien und der wachsende Einsatz von Effizienztechnologien. Damit einhergehen sollen strukturelle Veränderungen. Beschrieben wird diese Zielstellung in weiten Teilen im vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Oktober 2016 veröffentlichten „Impulspapier Strom 2030“, das unter anderem die Rolle der KWK würdigt.

Stand der Technik

KWK-Anlagen stellen zeitgleich Nutzwärme und Strom hocheffizient bereit. KWK-Technologien sind in allen Leistungsklassen von < 1 kW (el.) bis zu mehreren 100 MW (el.) in den Markt eingeführt und kurzfristig verfügbar. Über Jahrzehnte sind technische Kompetenz und Praxiserfahrung aufgebaut worden.
KWK-Anlagen werden in der Industrie, in der Wohnungswirtschaft, in der kommunalen Energieversorgung sowie im Gebäude-, Handel- und Dienstleistungsbereich eingesetzt. Voraussetzung für die Nutzung der KWK-Technik ist eine ausreichend große Wärmenachfrage.


Am Beispiel eines BHKW beträgt der Gesamtwirkungsgrad von KWK-Anlagen rund 90 % bei einem elektrischen Wirkungsgrad von etwa 45 %.
KWK-Anlagen ermöglichen gegenüber einem Bilanzkreis aus Stromerzeugung in konventionellen Kraftwerken und der Wärmeerzeugung in dezentralen Heizkesseln eine Primärenergieeinsparung von bis zu 40 % sowie technologieabhängig und adäquat eine entsprechende Senkung der Emission klimaschädlicher Gase.

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