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Ausgewählte Ausgabe: 6-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Früh üben, damit es kein böses Erwachen gibt

ROLLOUT-PLANUNG | Noch sind viele Unternehmen in der Vorbereitungsphase, was die Umsetzung des Rollouts intelligenter Messsysteme (iMsys) und insbesondere der Smart-Meter-Gateway-Administration (SMGWA) angeht. Die Oldenburger EWE Netz GmbH, die mit Unterstützung von GWAdriga im Herbst 2017 in den Betrieb gehen will, ist dagegen schon mitten in der Umsetzung. Aus guten Gründen: Denn das Unternehmen wollte die Zeit vor dem tatsächlichen Starttermin für den Rollout nutzen, um den komplett neuen Prozess sauber aufzusetzen.


Der Startschuss für die Integration der Gateway-Administration in den Rollout-Prozess bei der EWE Netz GmbH fiel im Herbst 2016. Im Fokus standen dabei zunächst die Schnittstellenspezifikationen. Denn für eine wirtschaftliche Umsetzung aller Anforderungen im Rahmen des Installationsprozesses für die Gateways ist ein nahtloses Ineinandergreifen der beteiligten IT-Systeme unabdingbar – zumindest, wenn größere Mengen an iMsys auszurollen sind. Kleinere Stückzahlen kann man zwar auch ohne eine tiefgreifende IT-Integration in den Griff bekommen. Bei einem Mengengerüst wie dem der EWE Netz ist das aber nicht mehr machbar.

Schnittstellenbeschreibung weicht von Funktion ab

Konkret galt es, das zuvor implementierte Rollout-Managementsystem Bosch RPM mit dem von GWAdriga eingesetzten BTC AMM zu verbinden und auch die Schnittstellen zu den anderen beteiligten Systemen zu definieren beziehungsweise umzusetzen. Insgesamt kommen so derzeit alleine für die Kommunikation zum GWAdriga-System 49 Webservices zusammen, die implementiert werden müssen. Allerdings sind viele davon erst später im Betrieb vollumfänglich notwendig. Deswegen beschloss man bei EWE Netz, erst einmal die sechs bis acht wichtigsten Webservices anzugehen.

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Markus Rüger, EWE Netz GmbH, Oldenburg:
„Der neue Geschäftsprozess muss von allen Seiten geübt werden, bevor man ernsthaft an einen wirtschaftlichen Betrieb denken kann.“

„Denn unserer Erfahrung nach stimmt die Beschreibung einer Schnittstelle in der Dokumentation nicht immer damit überein, wie sie später tatsächlich prozessual funktionieren soll“, erläutert Markus Rüger, verantwortlich für die technischen Prozesse des intelligenten Messstellenbetriebs bei der EWE Netz GmbH, die Herausforderung.
Aber auch aus einem ganz anderen Grund war für ihn der pragmatische Ansatz, die Anbindung des stammdatenführenden Systems an das GWA-System schrittweise zu implementieren, wichtig: „Wir wollten schnellstmöglich in die Phase der praktischen Umsetzung kommen, um die Prozesse nicht nur zu testen, sondern vor allem möglichst früh auch iterativ optimieren zu können“, so sein Ansatz.

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