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Ausgewählte Ausgabe: 5-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Braunkohle

Die Braunkohle ist eine Energieressource mit Heimvorteil, die in großen Mengen und wirtschaftlich zur Verfügung steht. Sie ist ein wichtiger Teil des nationalen Energiemixes und leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur sicheren Energieversorgung von Industrie, Gewerbe und Haushalten. Die Braunkohlenindustrie hat eine hohe regional- wie gesamtwirtschaftliche Bedeutung. Die für den Ausbau der erneuerbaren Energien notwendige gesicherte Leistung stellt die Braunkohle unter Wettbewerbsbedingungen zur Verfügung. Die Flexibilität des Braunkohlenkraftwerksparks ist neben Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit ein strategischer Zusatznutzen für eine sichere Stromversorgung.


Tagebau Profen im Mitteldeutschen Revier.

Tagebau Profen im Mitteldeutschen Revier.

BA9199 Braunkohle_B1.pdf

Bild 1
Braunkohlenflussbild 2016.

Die Braunkohlenförderung blieb im Jahr 2016 mit 171,5 Mio. t um 3,7 % unter dem Vorjahresergebnis. Dabei war die Entwicklung in den einzelnen Revieren unterschiedlich: In Mitteldeutschland (– 6,3 %) und im Rheinland (– 5,0 %) ging die Kohlengewinnung zurück. In der Lausitz lag sie dagegen nahezu auf dem Vorjahresergebnis (– 0,3 %). Im Helmstedter Revier ist die Kohlengewinnung im Herbst 2016 ausgelaufen. Das Kraftwerk Buschhaus ist seit dem 1. Oktober in die Sicherheitsbereitschaft überführt worden. Die Veränderungen entsprechen weitgehend der jeweiligen Entwicklung der Lieferungen an die Kraftwerke der allgemeinen Versorgung (155,2 Mio. t; – 2,6 %), an die rund 90 % der Förderung gehen (Bild 1).
Der Heizwert der geförderten Kohlen war im Durchschnitt insgesamt etwas niedriger als im Vorjahr. Der Energieinhalt der gewonnenen Braunkohle lag daher mit 52,8 Mio. t SKE (1 547 PJ) um 3,8 % unter dem Vorjahresergebnis. Der Anteil der Braunkohle an der heimischen Energiegewinnung liegt weiter bei etwa 40 %. Sie bleibt damit ein wichtiger heimischer Energieträger.
Die Stromerzeugung aus Braunkohle war mit 150 TWh um knapp 3 % niedriger als im Vorjahr. Der Anteil der Braunkohle an der Stromerzeugung ist auf 23,1 % (Vorjahr: 23,9 %) gesunken. Nahezu jede vierte Kilowattstunde Strom, die in Deutschland verbraucht wird, stammt damit aus Braunkohle.

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Autoren

 Erwin Kaltenbach

Debriv e. V., Berlin

 Uwe Maaßen

Debriv e. V., Köln