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Ausgewählte Ausgabe: 4-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Intelligente Ladelösung für Elektroautos

E-MOBILITY | Die Elektromobilität nimmt weiter zu, wobei die Niederlande mit einem gut ausgebauten Infrastruktur-Netz eine Vorreiterrolle einnehmen. Dazu haben Unternehmen wie Allego und Van der Sijs beigetragen, deren intelligente Ladepunkte mit einer besonderen Power-Management-Funktion ausgestattet sind. Die notwendigen Automatisierungskomponenten liefert Phoenix Contact.


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Bild 1
Speziell für das Power-Management designte Ladepunkte: So klein wie möglich, jedoch funktional voll integriert.

Das durch Van der Sijs entwickelte Power-Management-System verteilt den von Solarpanels oder aus anderen Energiequellen erzeugten Strom über Elektroautos. So lassen sich Energieangebot und -nachfrage optimal aufeinander abstimmen und Probleme im Stromnetz verhindern. Als Backoffice hat sich Van der Sijs für Allego entschieden, um die Elektroautos zu authentifizieren sowie die Benutzer- und Abrechnungsdaten an den jeweiligen Betreiber zu übermitteln. Außergewöhnlich an der Lösung ist, dass es nur eine zentrale Steuerung gibt, über die alle auf dem entsprechenden Ladeplatz befindlichen Elektroautos registriert und zusätzliche Daten für das Power Management ausgetauscht werden.
Der Allego-Standort in Arnheim sowie der Unternehmenssitz von Van der Sijs in Wijk bij Duurstede fungierten als Testgelände für das neue Power-Management-System (Bild 1). Bei Van der Sijs ist die Lösung an eine aus 189 Solarpaneelen bestehende Photovoltaik-Anlage sowie an vier Ladepunkte angekoppelt. Ein zentraler Rechner erkennt die abrufbare Solarstrom-Leistung sowie den Ladebedarf der Elektroautos. Je mehr die Sonne scheint, desto schneller lassen sich die E-Mobile betanken. Die Partner führen unter anderem Tests durch, bei denen der Nutzer zwischen herkömmlichem Laden, einfachem Laden mit Solarenergie sowie einem innerhalb einer bestimmten Zeit garantiert vollständig geladenen Akku wählen kann. Die kompakten Ladepunkte umfassen lediglich die Technik, die tatsächlich erforderlich ist. Dazu gehören die Ladesteckdose (Socket Outlet), die Verriegelung sowie die RFID/NFC-Chips, um den Aufladevorgang zu autorisieren und zu beginnen.

Ankopplung von bis zu 100 Ladepunkten

Im Konzept kommt der Ladesteuerung EV Charge Control von Phoenix Contact eine entscheidende Bedeutung zu. Sie dient der Steuerung und Überwachung des Ladens der Elektroautos am Drei-Phasen-Wechselstromnetz im Mode 3 gemäß IEC 61851-1. Gleichzeitig tauscht der EV Charge Control via Modbus TCP/IP Daten mit der zentralen Steuerung aus.

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Autoren

 Dirk Vogel

Produktmarketing Solutions, Phoenix Contact E-Mobility GmbH, Schieder

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