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Ausgewählte Ausgabe: 4-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Vom Digitalfoto zum 3-D-Modell

3-D-REALITÄTSMODELLE | Realitätsmodellierung für Energieversorgungsanlagen war bis vor Kurzem von der Light Detection and Ranging (Lidar)-Technologie abhängig. Heute bietet spezielle Software die Möglichkeit, aus Fotografien Infrastrukturdaten zu gewinnen und 3-D-Modelle zu erstellen – mit deutlich weniger Arbeitsaufwand, geringeren Kosten und höherer Effizienz.


Das 3-D-Raster wird automatisch von der ContextCapture-Engine erstellt.

Das 3-D-Raster wird automatisch von der ContextCapture-Engine erstellt.

Mit Hi-Fi-3-D-Imaging-Software wie ContextCapture von Bentley können standardmäßige Digitalbildaufnahmen von Anlagen in präzise und detailreiche 3-D-Realitätsmodelle umgewandelt werden. Die Technologie kann in jegliche CAD-, BIM- und GIS-Anwendung integriert werden und ermöglicht die Veröffentlichung im Web. Außerdem ist die Software kompatibel mit zahlreichen Kameras und sämtlichen verfügbaren Bildformaten. Auf dieser Basis lässt sich der Modellierungsprozess stärker automatisieren und erheblich beschleunigen.

Präzise und realistisch wie das Originalbild

Die Laserabtastung ist wegen ihrer Vielseitigkeit und Präzision zwar nach wie vor beliebt. Allerdings ist das Verfahren kosten- und zweitaufwendig und kann nur von Experten durchgeführt werden. Bei der fotobasierten Realitätsmodellierung genügen digitale Aufnahmen, die jeder Anwender einfach per Hand oder Drohne von der Infrastrukturlandschaft herstellen kann. Die Aufnahmen werden mittels photogrammetrischer Verarbeitung in ein 3-D-Raster mit Texturkartierung verwandelt, das so präzise und realistisch ist wie das Originalbild. Ein besonderer Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, dass das skalierbare 3-D-Modell mit zusätzlichen Bildern und Datenergänzungen weiter verbessert werden kann. Somit ist es möglich, den gesamten Lebenszyklus der Anlage hochgenau zu dokumentieren – vom ursprünglichen Design bis zum aktuellen Zustand. Projektmanagement lässt sich dadurch weiter definieren: Die ständig aktualisierte Darstellung der Anlagenrealität wird zur Basis für ein intelligentes und umfassendes Infrastrukturprojektmanagement.
Moderne Punktwolkenverarbeitung ermöglicht das Extrahieren geometrischer Modelle aus Punktwolken, beispielsweise Bruchlinien, Farblinien, Zylindermittellinien, Flächen, Ebenen und Zylinder. Für eine einfache Interpretation der Bilder steht Punktwolken- und Visualisierungssoftware mit vielfältigen Schattierungsoptionen zur Verfügung. Mit schichtbasierten Bearbeitungs- und Datensegmentierungseigenschaften lassen sich isolierte Teile der Punktwolke oder das gesamte Bild visualisieren. Außerdem ist es möglich, sehr große digitale Geländemodelle zu erstellen und zu visualisieren, die das Gelände aus verschiedenen Blickwinkeln darstellen. Die Ansicht kann Höhe, Neigung, Winkel, Konturen oder sogar Schattierungen hervorheben. Die Technik macht es sogar möglich, hochauflösende Filme oder Animationen von Infrastrukturstandorten zu erstellen.

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Autoren

 Aidan Mercer

 Industry Marketing Director, Utilities and Government, Bentley Systems Inc., London, Großbritannien

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