Noch keinen Zugang? Dann testen Sie unser Angebot jetzt 3 Monate kostenfrei. Einfach anmelden und los geht‘s!
Angemeldet bleiben
Ausgewählte Ausgabe: 3-2017 Ansicht: Modernes Layout
| Artikelseite 1 von 3

„Gekommen, um zu bleiben“

SMART METERING | Vor gut einem Jahr als gemeinsames Start-up prominenter Mutterhäuser gegründet, hat sich die GWAdriga GmbH & Co. KG mit Sitz in Berlin rasch zu einer festen Größe im Markt des intelligenten Messwesens entwickelt. BWK sprach mit den Geschäftsführern Dr. Michał Sobótka und Dr. Ralfdieter Füller, wie sie den Markt und die eigene Position einschätzen. Die Antworten klingen selbstbewusst: „Unser Marktanteil liegt bereits bei etwa 10 %, und GWAdriga soll weitere Kunden gewinnen.“


Ab einer Zahl von 400 000 intelligenten Messsystemen (iMsys) liegen die Kosten pro System in einem wirtschaftlich darstellbaren Bereich.

Ab einer Zahl von 400 000 intelligenten Messsystemen (iMsys) liegen die Kosten pro System in einem wirtschaftlich darstellbaren Bereich.

Auf  Ihrer  Homepage  betonen  Sie  es  selbst:  Smart-Meter-Gateway-Administration  ist  ein  Volumengeschäft. Welches  Volumen  an  Stromzählern  benötigt ein überlebensfähiger Player? Ist  die  heute  von GWAdriga  repräsentierte  Größenordnung  von  3,4  Mio. Zählpunkten  und  480 000  intelligenten Messsystemen (iMsys) ausreichend? Welche  Zielgröße  möchten  Sie  erreichen?

Sobótka: Ein wirtschaftliches Mengengerüst beginnt bei rund 400 000 iMsys, so das Ergebnis aller Berechnungen, die unsere Gesellschafter EWE, RheinEnergie und Westfalen Weser Netz ganz unabhängig voneinander aufgestellt haben. Diese waren ja dann auch der Auslöser, warum sie gemeinsam GWAdriga als Full-Service-Anbieter gegründet haben. Ganz bewusst übrigens als Start-up: Denn auch wenn wir bereits mit einem ausreichenden Mengengerüst starten, ist die Ausrichtung eindeutig – GWAdriga soll weitere Kunden gewinnen, die auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit setzen. Ein Plus von 20 %, also rund 100 000 weitere iMsys, ist deswegen unsere klare Zielsetzung.

Wie  bewerten  Sie  die  aktuelle  Marktlage?  Es  gibt  mit  Blick  auf  die  wirtschaftlich  notwendigen  Stückzahlen vermutlich bei weitem zu viele Player, die um den Kuchen konkurrieren.

Sobótka: Natürlich ist es immer spannend, wenn eine neue Marktrolle und damit auch ein völlig neues Geschäftsmodell entstehen. Und es ist verständlich, dass viele Unternehmen hier für sich eine neue Chance wittern. Aber derzeit tummeln sich fast 20 Anbieter auf dem Markt, auf dem es einen Kuchen von rund 5 Mio. iMsys zu verteilen gibt. Davon ist ein großer Teil bereits vergeben. Unser eigener Anteil liegt schon bei etwa 10 %, die Metering-Töchter der ganz großen Player haben ebenfalls sehr große Mengen sicher. Insofern ist es absehbar, dass sich der Markt hier schnell konsolidieren wird.

Wie  viele  und  welche  GWA-Angebotsmodelle  werden  sich  Ihrer  Meinung nach durchsetzen?

Seite des Artikels
Verwandte Artikel

Neue Geschäftsmodelle ante portas

Gutes Timing ist der Schlüssel zum Erfolg

Ressourcen intelligent steuern

Die Weichen sind gestellt

„Die Zukunft zukunftsfähig abbilden“