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Ausgewählte Ausgabe: 10-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Eigene Wolke ohne Grenzen

MANAGED PRIVATE CLOUD | Die Cloud gilt als Basistechnologie für die Digitalisierung. Doch besonders Energieversorger als Betreiber kritischer Infrastrukturen scheuen aus Gründen der Sicherheit und mangelnder Compliance den Schritt in die öffentliche Wolke. Hier kommt Managed Private Cloud ins Spiel: Ein externer IT-Dienstleister baut am gewünschten Standort eine sichere Cloud auf, so dass der Auftraggeber die Hoheit über seine Daten behält. Betrieb, Wartung und Gewährleistung der Ausfallsicherheit liegen in der Hand des Partners.


Die Digitalisierung erweitert das Aufgabengebiet der IT-Abteilung eines Energieversorgers erheblich. Einerseits ist die IT-Abteilung weiterhin dafür verantwortlich, einen reibungslosen, täglichen Betrieb zu ermöglichen, andererseits steht sie durch vernetzte Endgeräte und Maschinen, Smart Metering, Smart Grid sowie überwachte Energieerzeugung und -übertragung vor neuen Herausforderungen. Eine Transformation der IT-Abteilung und des Rechenzentrums ist nötig, um die Basis für diese zunehmende Vernetzung, für Datenanalysen und die Entwicklung von neuen Geschäftsmodellen zu schaffen.
Mit einem klassischen Rechenzentrum lässt sich das nicht mehr bewerkstelligen. Es ist zu träge und kann nicht schnell genug auf die ständig neuen Anforderungen reagieren. Neue Hardware anzuschaffen, ist kostenintensiv und erfordert langfristige Planung. Nicht umsonst gilt daher die Cloud als wichtigste Technologie für den digitalen Wandel. Dafür spricht auch, dass laut „Cloud Monitor 2017“ von Bitkom Research und der KMPG AG rund 65 % der deutschen Unternehmen bereits Cloud-Technologie einsetzen oder dies geplant haben.

65 % der Unternehmen nutzten 2016 Cloud-Dienste, planten oder diskutierten über ihren Einsatz. (Quelle: Bitkom, KPMG).

65 % der Unternehmen nutzten 2016 Cloud-Dienste, planten oder diskutierten über ihren Einsatz. (Quelle: Bitkom, KPMG).

Public Cloud, Private Cloud oder Managed Private Cloud?

Maximale Flexibilität und Skalierbarkeit gewinnen Unternehmen mit Public Cloud Services. Hier liegt die komplette Cloud-Infrastruktur, einschließlich der dort abgelegten Daten, bei einem externen Anbieter. Kunden zahlen nur das, was sie tatsächlich nutzen, und können Ressourcen nach Bedarf jederzeit aufstocken oder reduzieren. Viele deutsche Unternehmen haben jedoch Sicherheitsbedenken in Bezug auf die Public Cloud. Wenn es um sensible Daten und geschäftskritische Anwendungen geht, wollen sie lieber selbst die Kontrolle behalten, auch das zeigt der „Cloud Monitor 2017“. 60 % der befragten IT-Entscheider befürchten einen unberechtigten Zugriff auf sensible Unternehmensdaten. Für 52 % sprechen rechtliche und regulatorische Bestimmungen gegen Public Cloud Services.
Vor diesem Hintergrund ist es nicht überraschend, dass deutsche Unternehmen die Private Cloud favorisieren. Sie betreiben die benötigte Infrastruktur im eigenen Rechenzentrum oder bei einem externen IT-Dienstleister, Hoster oder Colocator und behalten die Kontrolle über ihre Daten. 44 % der Teilnehmer an der zitierten Studie setzten 2016 ein solches Modell ein. Die Private Cloud bringt jedoch nur bedingt Agilität und bindet finanzielle Mittel. Sie skaliert zum Beispiel nur innerhalb der verfügbaren Hardware-Grenzen, und die IT-Abteilung muss die Infrastruktur selbst anschaffen, aufbauen und betreiben. Das verursacht Kosten und bindet Ressourcen.

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Autoren

 Michael Hensche

Leiter Consulting, Axians IT Solutions, Düsseldorf

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