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Ausgewählte Ausgabe: 10-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Geburt eines Stadtwerks

PROZESSMANAGEMENT | Der 1. Januar 2013 markiert den Beginn einer neuen Ära für das oberbayerische Pfaffenhofen. Seit diesem Tag sind die Stadtwerke Pfaffenhofen ein Tochterunternehmen der Stadt Pfaffenhofen an der Ilm und damit satzungsgemäß zu 100 % in öffentlicher Hand. Die Neugründung fand bundesweit Beachtung und wurde über viele Monate intensiv vorbereitet. Als Partner für Prozessdienstleistungen mit an Bord: die SIV Utility Services GmbH aus Roggentin.


Ziel der strategischen Neuaufstellung war es, den Bürgern und Gewerbetreibenden alle Infrastrukturleistungen aus einer Hand anzubieten – mit einem Höchstmaß an Effizienz und Servicequalität. Diesen hohen Anspruch in die Tat umzusetzen, erforderte Mut und weitsichtiges Vorgehen. Stefan Eisenmann, Vorstand des Kommunalunternehmens Stadtwerke Pfaffenhofen a. d. Ilm, beschreibt, welche Chancen und Risiken es unter anderem abzuwägen galt: „Entstehen durch den Querverbund wirklich Mehrwerte für die Bürger? Reicht unsere Erfahrung zur Erschließung neuer Geschäftsfelder? Können wir in den Energiesektor überhaupt ohne eigenes Know-how einsteigen? Werden wir den neuen gesetzlichen und buchhalterischen Spielregeln gewachsen sein? Welche Partnerschaften sind sinnvoll? Kann regionale Nähe tatsächlich die Skaleneffekte der Großen ausgleichen? Und wie können unsere Mitarbeiter die Veränderungen aktiv mitbegleiten?“

Volle Rückendeckung durch die Kommune

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Stefan Eisenmann, Vorstand der Stadtwerke Pfaffenhofen: „Wir haben ein positives Image und können jetzt selbst den Kurs bestimmen.“

Die Oberbayern gelten gemeinhin als anpackend und tatkräftig. Insofern war es kein Wunder, dass von Beginn an Begeisterung und Aufbruchsstimmung die Gründung der Stadtwerke prägten. Der Optimismus erwies sich als berechtigt, wie Eisenmann heute weiß: „Wir haben ein positives Image und können jetzt selbst den Kurs bestimmen – sei es bei Investitionen in die Infrastruktur, der Zurückgewinnung der Netzkonzessionen oder der Gestaltung der Energiewende. Das macht uns noch effizienter und kundenfreundlicher. Die neuen Freiräume eröffnen uns bislang ungekannte Wachstumschancen. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor liegt im Verwaltungsrat und dem ersten Bürgermeister, Thomas Herker. Sie fordern uns, stehen aber auch voll hinter unseren Projekten.“
Bei ihrem Weg in die Eigenständigkeit können die Stadtwerke Pfaffenhofen auf starke Partner bauen. Seit der Gründung steht die SIV Utility Services GmbH den Oberbayern zur Seite und übernimmt auf Basis des ERP-Softwarestandards kVASy der SIV.AG Prozessdienstleistungen in den Bereichen Abrechnung, Energiedatenmanagement und Marktkommunikation. „Eine sehr verlässliche, belastbare Zusammenarbeit, die uns den Rücken frei hält für unser Kerngeschäft und strategischen Weitblick. Gerade im Bereich der Prozessautomatisierung und bei der weiteren Harmonisierung unserer Abläufe sehen wir auch zukünftig spannendes Potenzial für unsere Partnerschaft“, so Eisenmann. Claudia Schröder, im Business Development der SIV Utility Services GmbH, gibt das Kompliment zurück: „Für uns sind die Stadtwerke Pfaffenhofen ein tolles Beispiel dafür, wie aus Eigeninitiative Großes entstehen kann. Es macht Spaß, die Entwicklung eines so agilen Unternehmens begleiten und unterstützen zu dürfen.“
Zum 1. Januar 2017 haben die Stadtwerke über Tochtergesellschaften 51 % sowohl des örtlichen Gas- als auch des Stromnetzes übernommen – mit der Option, die Anteile später aufzustocken.

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