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Ausgewählte Ausgabe: 04-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Fernwärmeversorgung zukunftsorientiert optimieren

MESSTECHNIK | Um dem Ziel einer nachhaltigen Energiegewinnung näherzukommen, setzt die Fernwärme Ulm GmbH auf den vermehrten Einsatz von Biomasse als Energieträger. Bei den entsprechenden Neubau- und Modernisierungsprojekten war Endress + Hauser aus Weil am Rhein als Lieferant der Prozessmesstechnik einbezogen. Dies beinhaltete auch die Montage und Inbetriebnahme der Feldgeräte.


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Das Fernwärmenetz der Stadt Ulm, stets im Blick im Büro der FUG.

Die Fernwärme Ulm GmbH (FUG) ist mit 200 Mitarbeitern der Fernwärmeversorger der Stadt Ulm. Die Gesellschafter sind die EnBW AG und die SWU-Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH mit einer Beteiligung von jeweils 50 %. Die Kernkompetenzen der FUG sind der Betrieb, die Instandhaltung und die Optimierung der Erzeugungs- und Verteilungsanlagen. Auch die Primärenergiebeschaffung, der Energiehandel sowie die Abrechnung der Kälte- und Wärmekunden erfolgen durch die FUG.
Den in Kraft-Wärme-Kopplung erzeugten Strom verkauft die FUG an ihre Gesellschafter und deckt dabei etwa 20 % des Ulmer Strombedarfs ab. In das Fernwärmenetz speisen auch Dritte ein, wie zum Beispiel das Müllheizkraftwerk im Donautal und mehrere Biogasanlagen.

Zunehmende Bedeutung von Biomasse als Energieträger

In den vergangenen Jahrzehnten konnte die Fernwärme Ulm ihre Abgabe an Fernwärme auf knapp 700 MWh steigern; seit 2014 ist die Abgabemenge stabil auf diesem Wert. Gleichzeitig konnten die CO2-Emissionen in den Jahren 1991 bis 2013 um über 75 % gesenkt werden. Einen wesentlichen Beitrag dazu erreichten die Schwaben durch den vermehrten Einsatz von Biomasse als Energieträger. Zu diesem Zweck investierte der Energiedienstleister in den vergangenen zwölf Jahren in zwei neue Kessel, in denen aus Biomasse Fernwärme erzeugt werden kann. Bei beiden Modernisierungsprojekten war Endress + Hauser über verschiedene Anlagenbauer in die Projekte als Lieferant der Prozessmesstechnik einbezogen und konnte sich als verlässlicher Partner in der Instrumentierung etablieren. Dies beinhaltete auch die Montage und Inbetriebnahme der Feldgeräte.

Neubau und Automatisierung für die Zukunft

In den Jahren 2002 / 03 stand für die Fernwärme Ulm der Neubau der Anlage „Biomasse 1“ auf der Agenda. Mit diesem Neubau sollte pro Jahr aus 140 t Holz Fernwärme erzeugt werden.

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