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Ausgewählte Ausgabe: 03-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Die Herausforderung pragmatisch angehen

DIGITALISIERUNG | Die AlbWerk-Gruppe steht für ein vielfältiges Portfolio an Aktivitäten. Digitalisierung ist vor diesem Hintergrund ein besonders wichtiges und komplexes Thema. Der schwäbische Energiedienstleister geht diesen Weg mit der Ulmer Wilken GmbH. Systematisch werden große und kleine Digitalisierungs- und Prozessautomatisierungspotenziale gehoben. In Geislingen hat man Zukunftstechnologien wie Blockchain selbstverständlich auf dem Schirm, lässt sich davon aber nicht beunruhigen und nimmt es pragmatisch. In erster Linie seien Lösungen gefragt, die den Kunden zeitnah einen nachvollziehbaren Mehrwert bringen.


Die AlbWerk-Gruppe ist auf allen Feldern der gesamten Versorgungskette aktiv. Das beginnt bei der Erzeugung aus verschiedenen regenerativen Energiequellen, geht über die Beteiligung an mehreren Netzbetreibern und reicht bis hin zur Elektroinstallation sowie dem Elektroeinzelhandel. Aus den vielfältigen Aktivitäten lassen sich beeindruckende Zahlen ableiten: So liegt die Anzahl der Beteiligungsgesellschaften bei 23, die zu verwaltenden Zählpunkte bei rund 280 000. Die dafür nötige digitale Infrastruktur hat es ebenfalls in sich: Vertrieb und Abrechnung laufen über 13 Einzelmandanten der Branchenlösung Energy von Wilken, und insgesamt 60 Mandanten nutzen die unterschiedlichen Module des Wilken-ERP-Systems CS/2.
Jürgen Fritz, Leiter IT & Organisation bei der Alb-Elektrizitätswerk Geislingen-Steige eG, behält die Ruhe: „Wenn man sich dem Thema Digitalisierung nähert, stellt sich zunächst einmal die Frage, was das eigentlich ist. Denn abseits vom ganzen Hype geht es darum, Geschäftsprozesse mit Hilfe digitaler Werkzeuge zu automatisieren und gleichzeitig die Prozessqualität zu verbessern. Das ist im Prinzip nichts Neues, denn das machen wir jetzt seit 30 Jahren. Natürlich auf deutlich niedrigerem Niveau, als das künftig möglich sein wird.“ Seine Empfehlung lautet deswegen, das Thema digitale Transformation pragmatisch anzugehen.

Das AlbWerk-Unternehmensgebäude in Geislingen. Zur Gruppe zählen 23 Beteiligungsgesellschaften.

Das AlbWerk-Unternehmensgebäude in Geislingen. Zur Gruppe zählen 23 Beteiligungsgesellschaften.

Freiräume für die wirklich wichtigen Themen schaffen

Der erste Schritt beim Aufbau einer nachhaltigen Digitalisierungsstrategie besteht in der Aufnahme der vorhandenen Prozesse. Dabei ist es keineswegs nötig, eine flächendeckende Prozessanalyse durchzuführen. Das wäre in einer Unternehmensgruppe, die so breit wie das AlbWerk aufgestellt ist, auch viel zu aufwendig. Gefragt ist eher die Konzentration auf das Wesentliche.

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