11.08.2017, 07:58 Uhr | 0 |

IT-Gehälter Was Informatiker wirklich verdienen

Überall wird nach IT-Fachkräften gerufen, kaum eine Branche kann auf sie verzichten. Aber was verdient man eigentlich als Informatiker?

IT-Fachkraft
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Foto: panthermedia.net/Benis Arapovic

ITler mit Berufserfahrung verdienen in Deutschland im Schnitt 57.000 Euro im Jahr. Das ist das Ergebnis einer Gehaltstudie von ingenieurkarriere.de in Kooperation mit dem IT-Portal Golem. Sie gibt auch Aufschluss darüber, welche Branchen die besten Gehälter zahlen, welche Qualifikationen in der Gehaltsverhandlung ziehen und welche Regionen die großzügigsten Arbeitgeber beheimaten.

Lukrative Jobs für Informatiker finden sich in der Industrie und im Finanzsektor

Wie bei anderen Berufsgruppen auch, kommt es für Informatiker mit mindestens zwei Jahren Berufserfahrung darauf an, in welchem Umfeld sie beschäftigt sind. Besonders gut bezahlen Arbeitgeber aus der Chemie- und Pharmaindustrie mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 70.400 Euro. Aber auch Finanzdienstleister und Versicherungen (66.800 Euro) sowie der Fahrzeugbau (65.000) vergüten ihre Informatiker überdurchschnittlich gut.

Im IT-Sektor lohnen sich die Jobs monetär vor allem im Bereich Telekommunikation und Verkehr/Transport, wo Unternehmen im Schnitt 65.400 Euro im Jahr bezahlen. Ebenfalls überdurchschnittlich vergütet sind IT-Stellen in der Medizintechnik.

Wer dagegen den Öffentlichen Dienst anstrebt, wird mit weniger Einkommen auskommen müssen. Im Schnitt zahlen öffentliche Arbeitgeber ihren IT-Angestellten 52.000 Euro Jahresbruttogehalt. Das ist genauso viel wie Informatiker im Bereich Multimedia/Internet verdienen und etwas weniger als im Berufsumfeld Video- und Computerspiele (53.000 Euro).

Im Süden und Westen lässt sich am meisten Geld machen

Ein weiterer Einflussfaktor auf das Gehalt von IT-Fachkräften ist die Region, in der sie beschäftigen sind. Für Ingenieure zeigt die Gehaltsstudie von ingenieurkarriere.de schon seit Jahren ein deutliches Nord-Süd- sowie ein Ost-West-Gefälle, was die Einkommen betrifft. Für ITler scheint diese klare Trennung etwas weniger ausgeprägt zu gelten.

Die höchsten Jahreseinkommen erzielen IT-Fachkräfte in München mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 63.800 Euro. Damit liegen die Münchner ITler satte 12% über dem Bundesdurchschnitt. Ein kleiner Trost an alle, deren Lohn nicht an das Gehaltsniveau der bayrischen Hauptstädter heranreicht: München gilt laut aktueller Mercer-Studie als teuerste Stadt Deutschlands, ein Teil des Plus können wir also für die höheren Lebenshaltungskosten wieder abziehen.

Ebenso verhält es sich mit den nächsten Städten: Überdurchschnittlich zahlen nämlich auch Unternehmen im schwäbischen Stuttgart (62.600 Euro), in der Rheinmetropole Köln (60.100 Euro) und in der Hafenstadt Hamburg (59.300 Euro). Im Osten sind die Löhne deutlich geringer, am meisten erhalten die IT-Fachkräfte noch in Berlin für ihre Arbeit: im Schnitt 55.000 Euro brutto im Jahr.

Diese IT-Qualifikationen zahlen sich aus

Nun haben wir die ganze Zeit von IT-Fachkräften gesprochen, obwohl diese Gruppe äußerst heterogen ist. Das liest sich auch im Gehalt ab, einige Qualifikationen können in den Personalabteilungen nämlich offenbar mehr punkten als andere. Wer beispielsweise Datenbank-Kenntnisse mitbringt, verdient im Schnitt 14,3% besser als ein Kollege mit demselben Background aber ohne Datenbank-Kenntnisse. Auch wer mit SAP umgehen kann oder Netzwerke versteht, profitiert im Gehaltspoker und darf auf seine Gehaltsvorstellung noch eine Schippe drauflegen.

Für die aktuelle Auswertung der Gehaltstudie wurden die Gehaltsdaten von 3.465 IT-Fachkräften berücksichtigt. Machen Sie auch mit beim aktuellen Gehaltstest und erfahren Sie, was Kolleginnen und Kollegen in vergleichbaren Positionen verdienen.

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Von Lisa Schneider
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