28.08.2017, 07:53 Uhr | 0 |

Von wegen verstaubt IT-Jobs in Behörden

Behörden mausern sich bei der jungen Generation zu beliebten Arbeitgebern. Pluspunkte sind ein sicherer Arbeitsplatz, geregelte Arbeitszeiten, und für IT-Begeisterte gibt es jede Menge spannender Aufgaben. Wir stellen eine ältere und eine sehr junge Behörde mitsamt ihren Jobangeboten vor.

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Bei der Bundeswehr gibt es IT-Jobs für Zivilisten, für die meisten Stellen muss man sich aber verpflichten.

Foto: Bundeswehr

Wer hätte das gedacht? Die Bundeswehr landete beim trendence Schülerbarometer 2017 auf dem dritten Platz der beliebtesten Arbeitgeber. Gerade für IT-Interessierte hat sich die Behörde in den letzten Jahren gemausert. Mit dem Projekt „Digitale Kräfte“ möchte die Bundeswehr ihr IT-Wissen nun bündeln. Und bis 2021 mit dann 23.000 Stellen der größte IT-Arbeitgeber Deutschlands werden.

Zivilistenjobs für Sicherheitsfachkräfte

Allerdings ist es halt eben die Bundeswehr. IT-Stellen für Zivilisten gibt es nur für Cybersecurityprofis im neu gegründete Organisationsbereich Cyber- und Informationsraum (CIR). Die hat zum Ziel, die IT-Systeme der Bundeswehr vor Cyber- Angriffen zu schützen. Für alle anderen IT-Stellen müssen sich die Interessenten als Soldaten verpflichten.

Forschen, Studieren und eine breite Berufsauswahl

Der Lohn der Mühen: Es gibt IT-Jobs in ganz unterschiedlichen Bereichen bei dr Bundeswehr. IT-Systemelektroniker werden ebenso gesucht wie Administratoren, Programmierer oder Fachinformatiker. Auch in der Forschung und Entwicklung gibt es Stellen, am neu geschaffenen Cyber-Cluster an der Universität der Bundeswehr in München.

Auf ihrer Karriereseite wirbt die Bundeswehr mit 7 IT-Studiengängen und 200 freien Studienplätzen. „Ein großer Vorteil sind die Weiterbildungsmöglichkeiten. Bei der Bundeswehr können Sie eine Berufsausbildung absolvieren, Schulabschlüsse nachholen oder auch studieren“, erklärt Matthias Gebler, ein Sprecher des Bundesamts für das Personalmanagement der Bundeswehr. Der Kapitänleutnant ist seit 12 Jahren mit dabei. Er begann ganz klassisch mit dem Grundwehrdienst beim Heer, diente dann auf einer Fregatte und wurde schließlich Pressesprecher.  

Die militärischen und zivilen Karriereberater werden am Recruiting Tag in Berlin mit an Bord sein. Am Stand 8, direkt neben einer sehr jungen Behörde.

Das Funknetz von Polizei und Feuerwehr mitgestalten

Wenn ein Polizist in Bonn bei einem Großeinsatz denselben Funkspruch hört wie sein Kollege aus Limburg, dann läuft das über den Digitalfunk BOS. „Der Digitalfunk BOS ist das bundesweit einheitliche digitale Sprech- und Datenfunksystem für die Einsatzkräfte von Polizeien und Feuerwehren, für Rettungskräfte und Katastrophen- und Zivilschutzbehörden“, erklärt Michael Baum, Pressesprecher der Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS). Die Behörde verantwortet den Aufbau, den Betrieb und die Weiterentwicklung des Funknetzes.

Für IT-Profis gibt es viel zu tun: „Ein wichtiger Tätigkeitsbereich ist zum Beispiel das Betriebsreporting. Täglich werden Reports zu verschiedenen Fragestellungen erstellt und internen und externen Kunden zur Verfügung gestellt. Dazu müssen die Daten aus dem Netzbetrieb systematisch ausgewertet und aufbereitet werden“, sagt Guido Lompa, Leiter der Projektgruppe Personalgewinnung. Für das Referat Datenmanagement werden zukünftig auch mehr ITler gesucht. Ihre Hauptaufgabe wird sein, die zentrale Datenbank (Data Warehouse) zu pflegen und zu optimieren.

Freie Stellen im Bereich Technik und Infrastruktur

Aktuell gibt es in der BDBOS mehrere offene IT-Stellen in den Referatsgruppen Technik und Infrastruktur. Die Schwerpunkte liegen in den Bereichen Endgerätemanagement, Product-Lifecycle-Management sowie bei der Kernnetz-, Schnittstellen- und Diensterealisierung. Ingenieure sind auf diesen Stellen gerne gesehen.

Die Referatsgruppe Infrastruktur ist für die Planung und den Aufbau der Systemtechnik des BOS-Digitalfunknetzes und die Anbindung an Gebäude und Tunnelanlagen zuständig. In der Referatsgruppe Technik befassen sich die Mitarbeiter/-innen mit der technischen Gesamtkonzeption des Netzes. Auch das Endgerätemanagement und die Testplattform, auf der neue Systemtechnik-Komponenten vor ihrem Einsatz erprobt werden, fallen in diesen Bereich.

Ständige Schulungen, Homeoffice und Eltern-Kind-Büro

Und wie sieht es mit Weiterbildungen aus? „Die BDBOS legt großen Wert darauf, ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen stets auf dem neuesten Wissensstand zu halten. Alle für die dienstliche Tätigkeit notwendigen Fort- und Weiterbildungen werden zentral von der Personalbetreuung angeboten. Die Seminare und Workshops sind für die Teilnehmenden unentgeltlich und erfolgen im Rahmen der Arbeitszeit“, sagt Lompa. Als weitere Vorteile für Arbeitnehmer nennt er Gleitzeit, mobile Arbeitsplätze und ein Eltern-Kind-Büro.

Die Behörde wurde 2007 gegründet. Sie ist also noch relativ jung, ein großer Teil der Belegschaft kommt aus der Privatwirtschaft. Die BDBOS sieht sich daher nicht als typische Amtsstube. Am Recruting Tag in Berlin finden Sie die Bundesanstalt am Stand 7.

Hier finden Sie Infos zum BDBOS als Arbeitgeber.

Einen Überblick über die IT-Berufe in der Bundeswehr finden Sie hier

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Von Sabine Philipp
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