01.05.2014, 12:00 Uhr | 0 |

Venture Capital Panel Wagnisfinanzierer bleiben in Deckung

Der deutsche Wagniskapitalmarkt stagniert auf niedrigem Niveau: Die Teilnehmer des Venture Capital Panels meldeten im Auftaktquartal dieses Jahres 140 Investments mit einem Volumen von 105 Mio. Euro. Das sind exakt genauso viele Beteiligungen wie im ersten Quartal 2013. Das investierte Kapital ging um 3% zurück.

Von den 30 befragten Investoren sind 24 von Januar bis Ende März Beteiligungen eingegangen. Aktivste private Venture Capital Gesellschaft war mit 14 Deals die IBB Beteiligungsgesellschaft aus Berlin. Auf dem zweiten Platz folgt der Münchener Wagnisfinanzierer Holtzbrinck Ventures mit zehn Investments. Die großen öffentlichen Investoren Hightech-Gründerfonds, KfW (ERP-Startfonds) und Bayern Kapital engagierten sich insgesamt bei 52 Finanzierungsrunden. Das mit Abstand meiste Kapital investierte mit über 20 Mio. Euro der Münchener Start-up-Finanzierer Earlybird. Dahinter rangierten Holtzbrinck Ventures mit gut 18 Mio. Euro und MIG mit rund 7 Mio. Euro. Mit 34 Investments erfolgten die meisten Beteiligungen an Internetunternehmen. Software- und Biotech-Unternehmen erhielten jeweils 25 Finanzierungen. „Die Internet-Branche zog mit 45 Mio. Euro im letzten Quartal mit großem Abstand das meiste Kapital an“, erläutert Götz Hoyer, Leiter des Venture Capital Panels und Partner bei FHP, die aktuelle Entwicklung.

„Bei der Veräußerung von Unternehmensbeteiligungen wurden die hohen Verkaufszahlen des Schlussquartals 2013 nicht wieder erreicht“, berichtet VC-Experte Hoyer. Immerhin: Den 30 befragten Gesellschaften gelangen zwölf Verkäufe an strategische Investoren, sogenannte Trade Sales. Zu Anteilsverkäufen über die Börse (nach vorherigem Börsengang) kam es in fünf Fällen. Hoyer: „Erfreulicherweise ging die Zahl der Abschreibungen auf elf zurück. Im Schlussquartal 2013 waren noch 19 Unternehmenspleiten zu beklagen gewesen.“ In den vergangenen zwölf Monaten gelang es immerhin fünf VC-Gesellschaften, Gewinne aus ihren Exits zu erzielen. Im Durchschnitt wurde dabei das eingesetzte Kapital mehr als verdreifacht. Die zahlreichen Abschreibungen, die zum Venture Capital-Geschäft dazugehören, konnten durch wenige, aber sehr erfolgreiche Trade-Sales mehr als kompensiert werden.

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Von ps | Präsentiert von VDI Logo
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