26.03.2014, 12:00 Uhr | 0 |

Portrait der GeoWiD GmbH Start-up von der TU Bergakademie Freiberg taucht auf

Der Traum vom eigenen Unternehmen ist für Richard Stanulla und Robert Ganß Wirklichkeit geworden. Seit Mitte März agiert die GeoWiD – Geowissenschaftliche Dienste GmbH der beiden Bergakademie-Absolventen nun offiziell am Markt. Bei der Gründungsvorbereitung intensiv begleitet und betreut wurde das Team durch die Mitarbeiter des Gründernetzwerkes Saxeed.

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Die GeoWiD GmbH wird sich auf das Monitoring von Tagebaurestlöchern, Talsperren und anderen Gewässern spezialisieren und dabei selbst entwickelte Technologie einsetzen.

Foto: Scientific Diving Center / TU Bergakademie Freiberg

„Wir modernisieren die Art der Datenerhebung für Fragestellungen im Unterwassersektor dadurch, dass wir speziell ausgerüstetes Fachpersonal direkt am Untersuchungsobjekt einsetzen können“, beschreibt Gründer und geschäftsführender Gesellschafter Richard Stanulla das Unternehmensziel. Das notwendige fachliche Rüstzeug für die Unternehmensgründung erwarb das Team beim Studium der Geowissenschaften an der Bergakademie sowie einer intensiven, speziellen Weiterbildung zum wissenschaftlichen Taucher durch das universitätseigene Scientific Diving Center. Tätigkeitsschwerpunkte für GeoWiD werden sowohl Dokumentation als auch Monitoring von Tagebaurestlöchern, Talsperren und anderen Gewässern sein.

Dass wissenschaftliches Tauchen nichts mit dem allseits bekannten Freizeit-Tauchen zu tun hat, wird schnell klar: auch bei eiskaltem Wasser, geringen Sichtweiten bis hin zu Nullsicht und Dunkelheit nimmt das Team Proben von Wasser, Biota, Gestein oder Sediment und dokumentiert die Umgebung auf besonderen Schreibtafeln und mit unterwassertauglichen Fotoapparaten und Kameras. „Weil wir in einer sehr speziellen Nische agieren und beispielsweise zur Beprobung unter Wasser nicht auf standardisierte Technik zurückgreifen können, haben wir uns auch mit der Entwicklung von unterwassertauglichen Spezialgeräten beschäftigt und dafür das Team mit Maschinenbauingenieurin Juliana Brunzlaff verstärkt“, berichtet Gesellschafter Robert Ganß.

Im Bereich Forschung und Entwicklung wird es auch in Zukunft eine intensive Zusammenarbeit zwischen dem Scientific Diving Center und GeoWiD geben. Zum offiziellen Start des Unternehmens sind bereits sieben Gerätetypen fertig entwickelt, die unter anderem auch an Forschungseinrichtungen vertrieben werden sollen. Die finanzielle Grundlage für das Gründungsvorhaben bildete ein Seed-Stipendium der Sächsischen Aufbaubank (SAB). „Dadurch können wir noch bis September diesen Jahres unseren Lebensunterhalt bestreiten und uns mit vollem Einsatz der Kundenakquise widmen“, erklärt Richard Stanulla.

Überzeugt vom Geschäftskonzept zeigt sich auch Professor Broder Merkel, Prorektor für Forschung an der Bergakademie, Mentor des Gründerteams und Direktor des Freiberger Scientific Diving Centers: „Der Einsatz von wissenschaftlichen Tauchern ermöglicht es, Fragestellungen Unterwasser professionell und detailliert zu beantworten. Basierend auf einer hervorragenden interdisziplinären wissenschaftlichen und taucherischen Ausbildung stellt das Start-up einen attraktiven Partner für Landesämter, regionale Gesellschaften wie die LMBV oder auch für Betriebe in den Bereichen Umwelt, Naturschutz und Wasser dar.“

http://www.geowid.de/de

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