10.06.2015, 12:00 Uhr | 0 |

Inkubator Zwei neue Startups im hub:raum

Mit M2MGO und UniGluko setzt der Inkubator der Deutschen Telekom auf das Internet der Dinge und Gesundheits-Themen. M2MGO aus Berlin bietet „Web-Portal-Baukasten“ für das Internet der Dinge. UniGluko aus Kroatien unterstützt bei der Auswertung von Diabetes-Daten.

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M2MGO und UniGluko ziehen in den Inkubator der Deutschen Telekom ein.

Foto: Deutsche Telekom

Mit dem Service von M2MGO können Unternehmen Web-Applikationen so einfach wie mit einem Baukasten entwickeln. Ohne eine einzige Zeile Code schreiben zu müssen, lassen sich mit diesem Cloud-basierten Content Management System individuelle Web-Portale im Bereich des Internets der Dinge entwickeln. So können auch Nicht-Programmierer ihre Ideen direkt umsetzen, jederzeit anpassen und stetig verbessern. Das spart Kosten und Zeit. Automaten- oder Maschinenhersteller zum Beispiel können so ein Portal entwickeln, das anzeigt, wie sich Stromverbrauch oder Zustand von Verschleißteilen entwickeln. Und basierend auf diesen Daten einen Monteur zur Wartung schicken, bevor die Maschine wegen eines Fehlers ausfällt.

„Die Lösung von M2MGO ist ein großer Schritt insbesondere für mittelständische Unternehmen. Was bisher nur durch aufwendige Individualentwicklungen erzielt werden konnte, ist nun auch für Kunden ohne tiefgreifende IT-Kenntnisse machbar. Das ist ein völlig neuer Ansatz und die Basis für viele neue Anwendungen für das Internet der Dinge“, sagt Peter Borchers, Leiter des hub:raum in Berlin.

M2MGO wurde im August 2013 von Elena Brull, Jens Uhlig, Benedikt Frings und Oriol Fuertes gegründet.

Diabetes Mellitus Typ 2 zählt zu den großen Volkskrankheiten. Experten gehen davon aus, dass 80% der Komplikationen einer Diabetes wie Erblindung oder Amputationen vermieden werden könnten, wenn Patienten sich gesund ernähren, Sport treiben und ihren Blutzuckerspiegel täglich messen würden. Damit einher geht auch eine mögliche Reduzierung der Folgekosten. Doch gerade die korrekte Erfassung und Auswertung der gemessenen Blutzuckerwerte stellt oft ein Problem dar und bei der Übermittlung von Patientenwerten kommt es dann zu erheblichen Fehlerraten. Das liegt nicht zuletzt an der Vielzahl von Messgeräten auf dem Markt, bei denen jedes System anders funktioniert und auf einer anderen Soft- und Hardware basiert.

UniGluko ist in der Lage, diese technischen Hürden zu überwinden und mit allen gängigen Messgeräten zu kommunizieren. UniGluko erleichtert somit Patienten die korrekte und regelmäßige Dokumentation ihres Blutzuckerspiegels. Und der behandelnde Arzt kann auf die so dokumentierten Werte über eine Cloud-Anwendung zugreifen und den Behandlungsplan des Patienten optimal einstellen. UniGluko bietet drei Komponenten: Geräte und Software für Ärzte, die mobile Anwendung für Patienten sowie eine Cloud-Lösung für die Patientendaten.

UniGluko kommt aus Kroatien und wurde von Ratko Magjarevic, Luka Celic, Sinisa Drobnjak und Sasa Cvjetojevic gegründet. Unterstützt wird das Unternehmen durch den hub:raum in Krakau. In einer Testphase in Zusammenarbeit mit dem kroatischen Gesundheitssystem wurde der Service bereits an mehreren Krankenhäusern und bei einigen hundert Patienten angewendet.

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