04.07.2013, 07:30 Uhr | 0 |

„Deutscher Startup Monitor“ Zahlen zur deutschen Start-up-Szene

In Berlin wurde jetzt erstmals der „Deutsche Startup Monitor“ vom Bundesverband Deutsche Start-ups (BVDS) vorgestellt. Er soll der noch jungen, aber stark wachsenden deutschen Start-up-Szene ein Gesicht geben. Als Start-up charakterisiert der BVDS nur solche Firmen, die jünger als zehn Jahre alt sind, deutliches Wachstum bei Mitarbeitern oder anderen zentralen Kennzahlen (Umsatz, Kunden) vorweisen können und eine hohe Innovationsfähigkeit besitzen. 75% der befragten Jungunternehmer kommen aus der ITK-Branche.

Einige Kernaussgen:

Bezogen auf Firmen, die zum Befragungszeitpunkt nicht älter als ein Jahr waren, beschäftigen die befragten Start-ups durchschnittlich 3,6 Angestellte, während klassische Gründer durchschnittlich 0,8 Mitarbeiter beschäftigen.

Darüber hinaus werden 76% der Start-ups im Team gegründet. Bei klassischen Gründungen hingegen sind es nur knapp 20%.

Die Gründer von Start-ups sind überdurchschnittlich gut ausgebildet und schaffen hochqualifizierte Arbeitsplätze. 75% haben einen Universitäts- oder Fachhochschulabschluss.

Berlin ist internationaler: 43% der Berliner Start-ups geben an, dass sich die Bestimmungen zur Beschäftigung von „Nicht EU-Bürgern“ negativ auf ihre Unternehmensperformance auswirken. Außerhalb Berlins sagen dies nur 27% der Befragten.

Die befragten Startups sind im Durchschnitt 2,4 Jahre alt und beschäftigen durchschnittlich 12,4 Mitarbeiter inklusive der Gründer. Viele Startups sind demnach keine Kleinstunternehmen.

Im Jahr 2013 planen die Start-ups durchschnittlich fünf neue Mitarbeiter einzustellen. Dabei haben sie einen großen Bedarf an hochqualifizierten Mitarbeitern, vor allem aus dem technologischen Bereich.

Nur 13% aller Start-up-Gründer sind Frauen.

Das Internet ist für 80% der Startups, die nicht aus der IKT-Branche kommen, von großer Bedeutung für das Geschäftsmodell.

Mehr als 50% der Start-ups der IKT-Branche beklagen, dass sich die deutsche Datenschutzpraxis negativ auf ihre Performance auswirkt.

Über 50% der Start-ups geben an, dass ihr Kapitalbedarf zum Gründungszeitpunkt 50.000 Euro oder mehr betrug. Dabei sind Banken nur für 19% der Start-ups ein wichtiger Finanzierungspartner.

Im Rahmen des Wachstumsprozesses benötigen 34% der Unternehmen, die ihren Kapitalbedarf benennen können, eine Kapitalzufuhr von mehr als 1 Mio. Euro („Series A“ Finanzierungsrunde). Gleichzeitig bezeichnen über 70% der Unternehmen den Erhalt von Venture Capital (VC) als schwierig.

Der Deutsche Startup Monitor (DSM) 2013 ist die erste, einer jährlich stattfindenden Online-Befragung von Startups in Deutschland. Als gemeinsames Projekt des Bundesverbands Deutsche Start-ups und der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin mit den Partnern media.net berlinbrandenburg und Trend Research Hamburg und mit Unterstützung von Google und KPMG möchte der Monitor der noch jungen, aber stark wachsenden deutschen Start-up-Szene ein Gesicht geben. Auf Basis der Daten soll das Potential und die Bedeutung von Start-ups für Arbeitsplätze und Innovationen in Deutschland bestimmt und Handlungsempfehlungen für die Politik aufgezeigt werden.

Der Bundesverband Deutsche Startups e.V. wurde im September 2012 in Berlin gegründet. In den Gründungsvorstand wurden die Start-up-Unternehmer Thomas Bachem, David Hanf, Erik Heinelt und Florian Nöll gewählt. Der Verein bezeichnet sich selbst als Stimme der Start-ups in Deutschland. Laut Pressemitteilung erläutert und vertritt er die Interessen, Standpunkte und Belange von Start-up-Unternehmen gegenüber Gesetzgebung, Verwaltung und Öffentlichkeit. Im Juni 2013 gehören dem BVDS mehr als 200 Start-ups und 30 studentische Gründungsinitiativen an. (sta)

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Von sta | Präsentiert von VDI Logo
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