07.11.2013, 08:32 Uhr | 0 |

Börsengang Twitter setzt Ausgabepreis auf 26 Dollar je Aktie fest

Angesichts der starken Nachfrage bei den Investoren werden die Aktien des US-Kurznachrichtendienstes Twitter zum Börsengang des Unternehmens für 26 Dollar angeboten. Das teilte Twitter am Mittwochabend in New York mit. Insgesamt würden 70 Mio. Aktien zum Börsengang angeboten. Damit könnte Twitter 1,82 Mrd. Dollar einnehmen. Inklusive der üblichen Mehrzuteilungsoption („Greenshoe“) wären es 2,1 Mrd. Dollar. Der erste Handelstag an der New Yorker Börse ist für heute geplant.

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Aufwärts ging es bis zuletzt mit dem geplanten Ausgabepreis der Twitter-Aktie. Wie sich der Kurs entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Experten gehen von kleinen Zeichnungsgewinnen aus.

Foto: istockphoto

Mit den 26 Dollar liegt der Einstiegspreis über der noch am Montag angehobenen Preisspanne von 23 Dollar bis 25 Dollar. Insgesamt würde Twitter an der Börse mit 14,1 Mrd. Dollar bis 14,4 Mrd. Dollar bewertet. Das Unternehmen ist seit Facebook vor eineinhalb Jahren der am stärksten beachtete Börsengang. Bei Facebook hatten Banken den Preis vor dem Debüt in die Höhe getrieben, an der Börse stürzten die Papiere dann schnell ab.

Bei Twitter erwarten Analysten am ersten Handelstag einen leichten Anstieg des Kurses. Die Jahresprognosen für die Twitter-Aktien liegen zwischen 29 Dollar und 54 Dollar.

Trotz der Vergleiche zwischen Twitter und Facebook reicht der Kurznachrichtendienst bisher nicht an das soziale Netzwerk heran. Während Facebook vor seinem Sprung aufs Parkett einen Jahresgewinn von 1 Mrd. Dollar und einen Umsatz von 3,7 Mrd. Dollar auswies, hing Twitter 2012 bei Erlösen von rund 317 Mio. Dollar mit einem Fehlbetrag von fast 80 Mio. Dollar in der Verlustzone fest.

Doch die meisten Analysten sind angesichts der roten Zahlen nicht verunsichert: „Ich gehe davon aus, dass Twitter in den kommenden ein bis zwei Jahren stärker wächst als Facebook“, prognostiziert Daniel Knapp vom Marktforscher IHS. Im Mittelpunkt müsse nun stehen, Werbung zielgerichteter zu verkaufen. Dann seien auch die Fußstapfen von Google in Reichweite.

Bei den Nutzerzahlen ist das 2004 gegründete Facebook jedenfalls dem zwei Jahre später auf den Markt gekommenen Twitter-Kurznachrichtendienst noch meilenweit voraus. Facebook kommt auf 1,2 Mrd. Mitglieder, Twitter zählt mehr als 200 Mio. Nutzer, die maximal 140 Zeichen zählende Tweets absetzen. Papst Franziskus bringt es auf mehr als zehn Mio. Menschen, die seine Twitter-Nachrichten regelmäßig lesen. Bei US-Präsident Barack Obama sind es fast 40 Mio.

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Von rtr/sta | Präsentiert von VDI Logo
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