01.05.2014, 12:00 Uhr | 0 |

"Investitionszuschuss Wagniskapital" Staatliche Förderung von Business Angels floppt

Seit einem Jahr vergibt das Bundeswirtschaftsministerium den „Investitionszuschuss Wagniskapital“ (IVZ) an private Wagniskapitalgeber. Ziel ist es, Jungunternehmen mit mehr Kapital zu versorgen. Das Förderprogramm läuft zunächst bis 2016 und ist mit 150 Mio. Euro dotiert. Doch die deutschen Business Angels zeigen bisher kaum Interesse am IVZ.

In den vergangenen zwölf Monaten wurden mit 5,4 Mio. Euro kaum mehr als 3% der verfügbaren Mittel abgerufen – ein Tropfen auf den heißen Stein angesichts von geschätzten 750 Mio. Euro Angel-Investitionen p.a. in Deutschland. Die Nachfrage nach dem Programm ging zuletzt sogar zurück.

Das BMWi hat deshalb reagiert und die Vergabekriterien gelockert. Ein Beispiel: Bisher hatten Investoren-GmbHs nur dann eine Chance auf Förderung, wenn ihr Geschäftszweck das „Eingehen, Halten und Veräußern von Beteiligungen“ war. Jetzt werden auch solche Beteiligungsgesellschaften förderfähig, die in „Beratung oder Vermögensverwaltung“ tätig sind.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel will sich außerdem dafür einsetzen, dass der Zuschuss noch in diesem Jahr von Ertragssteuern befreit wird. Der Zuschuss, der für den Investor eine Art Einnahme ist, müsste dann vom Kapitalgeber nicht versteuert werden. Nun üben sich die Programm-Initiatoren in Zuversicht: In der Mittelfristplanung des Bundeshaushaltes seien bereits Mittel für ein Nachfolgeprogramm vorgesehen.

Weitere Informationen stehen in der aktuellen Ausgabe der VDI nachrichten.

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