20.10.2013, 12:00 Uhr | 0 |

Europäischer Vergleich Online-Shopping in Deutschland besonders beliebt

Online-Shopping ist in Deutschland viel beliebter als in den meisten anderen europäischen Ländern. Zwei Drittel (65%) der Bundesbürger kaufen im Internet ein, europaweit sind es lediglich 45%. Insgesamt ist Online-Shopping in den vergangenen Jahren deutlich populärer geworden: 2008 kauften hierzulande erst 53% der Bürger im Internet ein, der EU-Schnitt lag damals bei 32%. Das meldet der Hightech-Verband Bitkom. Basis der Zahlen sind aktuelle Angaben der europäischen Statistikbehörde Eurostat.

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Online-Shopping ist in Deutschland weit verbreitet. Skandinavier füllen den virtuellen Einkaufswagen allerdings noch häufiger.

Foto: Wedopress

„Online-Shopping steht in Deutschland in der Tradition des erfolgreichen Versandhandels mit seiner international herausragenden Logistik, kurzen Lieferzeiten und einem hohen Verbraucherschutz“, sagt Bitkom-Präsident Dieter Kempf. Die Internet-Shops haben rund um die Uhr geöffnet, die Preise und Leistungen können mit wenig Aufwand verglichen werden. Außerdem gelten in Deutschland sehr verbraucherfreundliche Gesetze für den Umtausch der bestellten Waren. Sie können innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen zurückgegeben werden.

Im europäischen EU-Vergleich fallen starke regionale Unterschiede auf. Der Einkauf im Internet ist vor allem in Nord- und Westeuropa populär: Am größten ist der Anteil der Online-Shopper mit 76% in Norwegen. Es folgen Schweden (74%), Dänemark und Großbritannien (je 73%) sowie Luxemburg (68%). Deutschland teilt sich mit den Niederlanden und Finnland Rang 6. Eine weit geringere Rolle spielt der private E-Commerce hingegen in den Ländern Süd- und Osteuropas. So lag der Anteil der Online-Shopper in Spanien (31%), Italien (17%) oder Rumänien (5%) deutlich unter dem EU-Durchschnitt. Ein Grund: Die Internet-Nutzung ist in südeuropäischen Ländern generell niedriger.

Internet-Shopping ist in Deutschland auch dank seiner einfachen und sicheren Bezahlmethoden beliebt. Laut einer repräsentativen Umfrage unter rund 1.000 Internet-Nutzern im vergangenen Jahr zahlen die  meisten Online-Shopper (58%) per Rechnung, gut jeder zweite nutzt Online-Bezahldienste (52%), 46% zahlen per Lastschrift. Die Bezahlung von Online-Käufen per Lastschrift bleibt trotz des Gesetzes zum einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum (SEPA) möglich. „Der SEPA-Rat hat nach längeren Diskussionen beschlossen, dass sich an der bisherigen Geschäftspraxis für die Erteilung von Lastschrift-Mandaten im Internet doch nichts ändern wird“, so Kempf. Dieser Konsens wird getragen vom Bundesministerium der Finanzen, der Deutschen Bundesbank, der Deutschen Kreditwirtschaft und den Wirtschaftsverbänden, die im SEPA-Rat vertreten sind. Der Bitkom hatte mehrfach an alle im SEPA-Rat vertretenen Parteien sowie an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht appelliert, einen reibungslosen Lastschriftverkehr ohne erhöhte Barrieren in der SEPA-Welt zu gewährleisten.

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