04.09.2013, 10:11 Uhr | 0 |

Asset-Manager statt Investor Nanostart erwägt „Anpassung der Geschäftsstrategie“

Der Nanotech-Finanzierer Nanostart erwägt „eine Anpassung der Geschäftsstrategie“. Die Gesellschaft soll u.U. von einem reinen Nanotechnologie-VC-Investor zum Nanotechnologie-VC-Asset-Manager weiter entwickelt werden. Das erklärte Vorstand Marco Beckmann im Rahmen der jüngsten Hauptversammlung.

Beckmann
Á

Nanostart-Vorstand Marco Beckmann erwägt, sein Unternehmen neu aufzustellen. Einzelbeteiligungen seien "so nicht mehr darstellbar", da sie "mit vielen Unsicherheiten behaftet und nur sehr schwer planbar" seien.

Foto: Nanostart

Beckmann wies ausführlich auf die Diskrepanz zwischen dem Wesen des Venture-Capital-Geschäfts und den Ansprüchen der Anleger und Investoren an gelistete Unternehmen hin. So seien die zeitliche und die finanzielle Planung im VC-Geschäft oft schwierig. Das hat in der Vergangenheit dazu geführt, dass Nanostart nach Information durch seine Portfolio-Unternehmen immer wieder Ankündigungen gemacht hat, die zeitlich nicht zutreffend waren. Dies werde gerade vom Kapitalmarkt jedoch nicht honoriert, da er Unternehmen an ihren eigenen Prognosen und Aussagen misst.

Auch sei das Verlustrisiko bei VC-finanzierten Unternehmen in jeder Unternehmensphase gegeben und die Wartezeiten bis zum Return on Investment sind oft sehr lang. Dieser Weg sei aber in der Regel zu lang für Investoren, vor allem institutionelle, die regelmäßig über die Entwicklung der Unternehmen, in die sie investiert sind, berichten müssen. Eine Enttäuschung der Investoren sei verständlich, wenn sie immer wieder negative Überraschungen hinnehmen müssen.

Es liege jedoch kein Systemfehler vor, denn man investiere in die richtigen Unternehmen, die auf einen Bedarf am Markt treffen, den so kein anderer decken könne. Dies zeigen die Beispiele ItN und MagForce. Nur der Weg dorthin sei eben für viele zu weit.

Beckmann zieht daraus den Schluss, dass Einzelbeteiligungen so nicht mehr darstellbar seien, da sie mit vielen Unsicherheiten behaftet nur sehr schwer planbar seien. Um diesen Umstand zu lösen, will Marco Beckmann mehr Planbarkeit und Prognosesicherheit für das Geschäft erreichen. Und hier sei eine Möglichkeit gefunden worden, die sehr attraktiv ist, und die nun in den Gremien der Nanostart AG diskutiert wird: die Umwandlung zum VC-Asset-Manager.

Es gehe dabei im Grunde wie schon beim Nanostart Singapore Early Stage Venture Fund um die Zusammenarbeit mit Regierungen, die die Nanotechnologie „als Schlüssel, um zu westlichen Industrienationen aufzuholen“,  erkannt haben. Diese Regierungen stellen hohe Summen für die Förderung von Hochtechnologien zur Verfügung und verfolgen ein strategisches Interesse, das ideal durch das geschäftliche Interesse von Nanostart ergänzt wird. Letztendlich soll die Nanostart AG so von einem reinen Nanotechnologie-VC-Investor zum Nanotechnologie-VC-Asset-Manager weiter entwickelt werden. Als Partner einer Regierung kann man das Risiko minimieren und gleichzeitig partizipieren, wenn der Wert der Beteiligungen wächst, ohne dabei eigenes Geld investieren zu müssen. Das aktuelle Portfolio soll mittelfristig veräußert werden. Vorstand und Verwaltung der Nanostart AG diskutieren aktuell die neue Geschäftsstrategie.

http://www.nanostart.de

Anzeige
Von sta | Präsentiert von VDI Logo
Zur StartseiteZur Startseite
kommentare

Aktuell wurden noch keine Kommentare zu diesem Artikel abgegeben. Loggen Sie ich ein oder melden Sie sich neu an, wenn Sie noch keine Zugangsdaten haben
> Zum Login     > Neu anmelden