04.07.2013, 08:10 Uhr | 0 |

Kommentar der Deutschen Bank Kritik an Investitionszuschuss für Wagniskapital

Der neue Investitionszuschuss Wagniskapital (IVZ), bei dem der Staat Business Angels ein Fünftel ihrer Beteiligungsumme erstattet, kommt gut an. Innerhalb der ersten vier Wochen wurden bereits über 300 Anträge gestellt. Doch jetzt hagelt es auch Kritik. Volkswirte der Deutschen Bank warnen vor Streuverlusten und Mitnahmeeffekten.

Gründer vor Geldscheinen
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Seit Mitte Mai erhalten Investoren einen staatlichen Zuschuss für die Beteiligung an Start-ups. Kritiker fürchten Mitnahmeeffekte.

Foto: Archiv

Der Investitionszuschuss Wagniskapital sei ein „sehr grobes Instrument“, schreiben Thomas F. Dapp und Thomas Meyer von DB Research in einem Kommentar zum Investitionszuschuss. Es könne nicht unterscheiden zwischen liebenswerten, aber volkswirtschaftlich unbedeutenden Nischen und potenziell marktbewegenden Geschäftsmodellen. „Das Instrument riskiert daher erhebliche Streuverluste und Mitnahmeeffekte.“ Daher sei es wichtig, die Startup-Förderung vom Ende her zu denken: Was müsse sich ändern, damit innovative Startups sich leichter am Markt durchsetzen?

Zuwanderung, Bildung, Bürokratieabbau, Wettbewerbspolitik, aber auch die gesellschaftlichen Einstellungen gegenüber Gründern und jungen Unternehmen nenen die beiden Autoren als Stichworte. Wörtlich heißt es: „Freilich ist es einfacher, einen kleinen Investitionszuschuss zu gewähren, als tief verankerte institutionelle Normen, geschweige denn gesellschaftliche Einstellungen, zu ändern.“

 

http://www.dbresearch.de/servlet/reweb2.ReWEB;jsessionid=5576D471AC5CC626AB52A4FDCF095751.srv-loc-dbr-de?rwsite=DBR_INTERNET_DE-PROD&rwobj=ReDisplay.Start.class&document=PROD0000000000316274

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