19.03.2013, 00:00 Uhr | 0 |

Markttrends In Offenbach ist die Gründungsneigung am größten

Die Gründungsneigung in Deutschland ist im Jahr 2011 gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Im Durchschnitt wurden 149 Gewerbebetriebe pro 10.000 Einwohner im erwerbsfähigen Alter neu angemeldet und damit im Durchschnitt zehn Gewerbebetriebe weniger als noch im Vorjahr (2010: 159; 2009: 161). Dies ist das Ergebnis des aktuellen NUI-Regionenrankings, das die 412 Kreise und kreisfreien Städte Deutschlands nach ihrer Gründungsneigung für gewerbliche Unternehmen ordnet.

Kern des Rankingverfahrens ist der so genannte NUI-Indikator, der die Zahl der Gewerbeanmeldungen in einer Region ins Verhältnis zur erwerbsfähigen Wohnbevölkerung dieser Region setzt.

Die Entwicklung der regionalen Gründungsneigung in Deutschland folgt überwiegend dem Bundestrend: So hat sich in 342 (83%) Kreisen und kreisfreien Städten der Umfang der Gründungsaktivitäten gegenüber dem Vorjahr verringert. Lediglich 17% verzeichneten zunehmende bzw. gleichbleibende Gründungsaktivitäten. So auch die kreisfreie Stadt Offenbach a. M., deren Zahl an Gewerbeanmeldungen seit 2006 kontinuierlich gestiegen ist und die 2011 mit einem NUI-Wert von 510,9 zum sechsten Mal in Folge den Spitzenplatz im NUI-Regionenranking einnimmt. Gegen den Bundestrend entwickelte sich auch die Gründungsneigung in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf, die dadurch in eine Top-Position aufgerückt ist.

Auch die Veränderung des gewerblichen Gründungsgeschehens wirkt sich auf das NUI-Regionenranking aus. So prägen Existenzgründungen das Gründungsgeschehen nicht mehr in dem Maße wie dies noch vor zehn und mehr Jahren der Fall war. Nur noch knapp die Hälfte der Gewerbeanmeldungen war 2011 als Existenzgründung einzustufen. Zugenommen haben in den letzten Jahren die Anmeldungen für einen gewerblichen Nebenerwerb. Treiber dieser Entwicklung ist u. a. die Energiewende, weil die Produktion und Lieferung von Energie (z. B. die Installation einer Photovoltaikanlage und Netzeinspeisung des gewonnenen Stroms) als Gewerbe anzumelden ist und dies zumeist im Nebenerwerb erfolgt. (sta)

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Von Stefan Asche | Präsentiert von VDI Logo
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