19.01.2014, 12:00 Uhr | 0 |

Studie Hartz-IV-Empfänger erhalten seltener Gründungshilfe

Jobcenter vergeben das Einstiegsgeld für Hartz-IV-Empfänger, die sich selbstständig machen wollen, zurückhaltender als früher. Das geht laut Förderkreis Gründungs-Forschung e.V. (FGF) aus einer vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) veröffentlichten Studie hervor.

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Die Jobcenter vergeben immer seltener das Einstigesgeld an Hartz-IV-Empfänger.

Foto: IAB

Mit dem Einstiegsgeld können Gründungen von Hartz-IV-Empfängern über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren gefördert werden. Ziel des Einstiegsgelds ist es, den Hartz-IV-Bezug zu beenden. Die Förderung ist eine Kann-Leistung, auf die kein Rechtsanspruch besteht. Sie setzt eine positive Prognose über die künftig erzielten Gewinne aus der Selbstständigkeit voraus.

Zu Beginn, im Jahr 2005, gab es mehr als 17.000 Zugänge in die Gründungsförderung durch das Einstiegsgeld. In den beiden darauffolgenden Jahren wurde dann mit jeweils mehr als 32.000 Neueintritten ein Höhepunkt bei den Förderzahlen erreicht. Seitdem ging die Zahl der neuen Förderfälle um drei Viertel zurück und belief sich im Jahr 2012 auf 8.000.

Insgesamt bewegt sich die Zahl der mit dem Einstiegsgeld geförderten Gründer auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Vier von tausend arbeitslosen Hartz-IV-Beziehern traten 2012 in die Einstiegsgeld-Gründungsförderung ein. Im Jahr 2007 kamen noch knapp 13 Zugänge auf tausend arbeitslose Hartz-IV-Bezieher.

http://doku.iab.de/kurzber/2013/kb2713.pdf

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