19.03.2013, 00:00 Uhr | 0 |

Markttrends Gründen in Deutschland: zeitaufwändig und teuer

Im Rahmen einer europaweiten Vergleichsstudie der Europäischen Kommission ermittelt das IfM Bonn seit 2007 jährlich den durchschnittlichen Kosten- und Zeitaufwand der administrativen Verfahren zur Gründung einer eintragungspflichtigen Kapitalgesellschaft in Deutschland. Im Jahr 2012 dauerten die Gründungsverfahren in den drei Untersuchungsorten Bremerhaven, Meißen und München im Durchschnitt 5,6 Arbeitstage und damit 0,7 Arbeitstage länger als im Jahr 2011. Der erhöhte Zeitbedarf ist auf längere Verfahrensdauern bei der steuerlichen Anmeldung zurückzuführen. Innerhalb der EU-27 fällt Deutschland vom 15. auf den 19. Rang zurück (EU-27-Durchschnitt: 5,4 Arbeitstage).

Aufgrund geringfügiger Änderungen im Bereich der Gewerbemeldegebühren sind die administrativen Gründungskosten 2012 in Deutschland minimal von 226 Euro auf 225 Euro gesunken. Nichtsdestotrotz ist Deutschland damit vom 14. auf den 15. Rang zurückgefallen (EU-27-Durchschnitt: 372 Euro). Die Spitzenposition im europäischen Vergleich nimmt Dänemark mit besonders schnellen (1 Arbeitstag) und kostengünstigen (89 Euro) Gründungsverfahren ein. Ursächlich für die deutlich geringere Bearbeitungsdauer in Dänemark und vielen anderen europäischen Ländern ist, dass Steuernummern dort ad hoc und online und nicht wie in Deutschland erst nach eingehender Prüfung (zur Vermeidung von Umsatzsteuerbetrug) vergeben werden. (sta)

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Von Stefan Asche | Präsentiert von VDI Logo
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