10.04.2013, 13:30 Uhr | 0 |

Markttrends Große Konzerne gehen bei Start-ups in die Lehre

Goliath kann von David einiges lernen. Zu dieser Erkenntnis kommen gerade einige US-Konzerne. Sie schicken Angestellte vorübergehend zu kleinen Technologie-Start-ups.

Dort sollen sie lernen, wie Ziele mit weniger Ressourcen erreicht werden können – und das oft deutlich schneller. Das berichtet das Wall Street Journal.

Ein Beispiel liefert der Lebensmittelkonzern Mondelez, eine Ausgliederung von Kraft Foods. Dessen Marketing-Manager Gary Osifchin heuerte vorübergehend beim kalifornischen Jungunternehmen In Market an. In Market bietet eine Smartphone gestützte Shopping-Hilfe, inklusive Shop-Navigator und Lebensmittelberatung. Osifchin beobachtete, wie die 20 Angestellten des Start-ups im Stehen ihre Meetings abhielten, und nahm an Ideenfindungsübungen teil, bei denen er und die Kollegen in weniger als 40 Sekunden den Begrüßungsbildschirm einer mobilen App neu entwerfen sollten.

„Ich bin furchtbar im Zeichnen“, sagt Osifchin. Doch die Übungen und das Brainstorming hätten ihn gezwungen, „schnell zu denken und mich wirklich zu konzentrieren“.

Natürlich ließen sich nicht alle Praktiken von Start-ups in großen Unternehmen umsetzen, sagt Vijay Govindarajan, Professor an der amerikanischen Tuck School of Business, der sich besonders mit Innovation befasst. Die Regelbrecher-Mentalität vieler Unternehmer funktioniere nicht, wenn jede Idee von mehreren Managern abgezeichnet werden muss, glaubt er.

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Von Stefan Asche | Präsentiert von VDI Logo
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