14.06.2015, 12:00 Uhr | 0 |

Finanzierung German Startups Group geht an die Börse

Die Berliner Beteiligungsgesellschaft German Startups Group bereitet den Börsengang im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse vor. Der angestrebte Emissionserlös soll innerhalb der nächsten zwei Jahre insbesondere für den Erwerb von Anteilen an Start-ups verwendet werden.

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Christoph Gerlinger, Gründer und Geschäftsführer der German Startups Group, will bis zu 100 Beteiligungen unter seine Fittiche nehmen. 

Foto: German Startups Group

Die German Startups Group beteiligt sich über Mehrheits- und Minderheitsbeteiligungen an Start-ups insbesondere im deutschsprachigen Raum. Ihr Fokus liegt auf Unternehmen, deren Produkte oder Geschäftsmodelle eine disruptive Innovation aufweisen und eine hohe Skalierbarkeit erwarten lassen. Mit dem geplanten Börsengang will sie institutionellen Investoren und risikobereiten Privatanlegern den Zugang zur Asset-Klasse „Deutsche Start-ups“ eröffnen.

Bereits im dritten Jahr nach Gründung ist die German Startups Group der zweitaktivste Venture-Capital-Investor im Tech-Segment in Deutschland (Quelle: CB Insights, The 2014 European Tech Report). Seit 2012 konnte die Gesellschaft ihr Portfolio kontinuierlich ausbauen und hält mittlerweile Beteiligungen an 40 operativ tätigen Unternehmen. Bis zu 100 Beteiligungen sollen es werden. Die Berliner arbeiten seit ihrem ersten vollen Geschäftsjahr profitabel und erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2014 einen Jahresüberschuss von gut 1,4 Mio. Euro. In der Zeit vom 1. Juli 2012 bis 31. März 2015 erzielten sie eine Brutto-Rendite von 30,5% p.a. auf das durchschnittlich investierte Kapital. Die Gesellschaft konnte bereits zwei erfolgreiche Exits verzeichnen: den Verkauf der Anteile an dem AdTech-Unternehmen Fyber und am Online-Shop Amorelie.

Anders als typische VC-Fonds mit begrenzter Laufzeit und Investmentperioden, kann die German Startups Group ihre Portfoliounternehmen langfristig finanzieren und begleiten. Das eingesetzte Geld stammt im Wesentlichen vom Gründer und Geschäftsführer Christoph Gerlinger. Der Serial Entrepreneur hat unter anderem die Frogster Interactive Pictures AG aufgebaut und an die Börse geführt.

Die Investitionen der German Startups Group erfolgen unabhängig von den Reifegraden der Unternehmen, sodass sich in ihrem Portfolio Anteile an Unternehmen aus der Seed Stage (15%), der Early Stage (34%) und der Growth Stage (51%) befinden. Der Schwerpunkt liegt auf Beteiligungen an Unternehmen mit internetbasierten Geschäftsmodellen.

Das Portfolio der Gesellschaft enthält nach eigenen Angaben einige sehr erfolgreiche Start-ups. In der Growth Stage seien dies etwa Delivery Hero, MisterSpex oder SoundCloud, in der Early Stage Phase beispielsweise Book-a-Tiger, Junique oder TV Smiles sowie in der Seed Stage CRX Markets, Remerge, Scalable Capital oder WunderCar.

Am 10. Juni hat die German Startups Group vereinbart, im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung eine Mehrheitsbeteiligung an der Exozet Berlin GmbH zu erwerben. Gerlinger kommentiert: „Mit der Vereinbarung über den Erwerb zusätzlicher Anteile an Exozet tätigen wir unsere erste Mehrheitsbeteiligung – ein wichtiger Meilenstein in unserer Unternehmensgeschichte. Denn die Beteiligung an der Exozet-Gruppe erhöht unsere Attraktivität als Kapitalgeber für Start-ups.“ So schaffe die German Startups Group ihren Beteiligungsunternehmen über ihre Beteiligung an der Exozet-Gruppe Zugang zu einem vielfältigen Angebot von relevanten Technologien und Dienstleistungen, wie z.B. der Konzeption, Gestaltung und Programmierung von Internetseiten und Online Shops bis hin zu iOS und Android Apps oder der Konzeption und Umsetzung von Online-Marketing-Kampagnen.

Seine bisher erfolgreiche Beteiligungsstrategie wird der Finanzierer auch zukünftig fortsetzen und zudem verstärkt auch Mehrheitsbeteiligungen erwerben. Gemessen am Umsatz sollen die Mehrheitsbeteiligungen sogar ein Übergewicht haben.

www.german-startups.com

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